
Die CDU hat die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz klar gewonnen. Die SPD fährt ein historisch schwaches Ergebnis ein, während die AfD stark zulegt. Vieles deutet nun auf eine Große Koalition hin.
Von der Redaktion 07.22 Uhr
Mainz. Die CDU hat die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz klar gewonnen. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis kommt sie auf 31,0 Prozent und legt damit um 3,3 Punkte zu.
Die SPD von Ministerpräsident Alexander Schweitzer folgt mit 25,9 Prozent – ein Minus von 9,8 Punkten und zugleich das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte im Land.
Drittstärkste Kraft wird die AfD, die mit 19,5 Prozent ihr Ergebnis im Vergleich zur letzten Wahl mehr als verdoppelt (+11,2). Die Grünen erreichen 7,9 Prozent und verlieren leicht. Für sie bedeutet das Ergebnis voraussichtlich den Gang in die Opposition.
Deutlich schlechter schnitten die bisherigen Regierungspartner ab: Die FDP (2,1 Prozent) und die Freien Wähler (4,2 Prozent) verfehlen den Einzug in den Landtag. Auch die Linke scheitert mit 4,4 Prozent knapp an der Fünf-Prozent-Hürde.
Auf die kleineren Parteien entfallen folgende Stimmenanteile: BSW 1,9 Prozent, Tierschutzpartei 1,6 Prozent, Volt 1,1 Prozent, ÖDP 0,5 Prozent und PdH 0,1 Prozent.
Der neue Landtag umfasst 105 Sitze. Die CDU stellt 39 Abgeordnete, die SPD 32, die AfD 24 und die Grünen 10.
Damit deutet vieles auf eine Große Koalition unter Führung der CDU hin.
Die Wahlbeteiligung lag bei 68,5 Prozent und damit um 4,2 Prozentpunkte höher als bei der vergangenen Wahl – bei gleichzeitig weniger Briefwählern als im Corona-Jahr 2021.

