Maximilian Krah verliert Immunität: Bundestag macht Weg frei für Ermittlungen

Maximilian Krah verliert seine Immunität – und das einstimmig. Während einer unspektakulären Pflege-Debatte beschloss der Bundestag am Donnerstag ohne Gegenstimmen, den Weg für Ermittlungen gegen den AfD-Politiker freizumachen. Der Vorwurf: Bestechlichkeit, Geldwäsche – und mögliche Spionagetätigkeiten eines engen Mitarbeiters.

   Berlin (red) – Der Bundestag hat die Immunität des AfD-Abgeordneten Maximilian Krah aufgehoben. Ohne Aussprache fiel der Beschluss am Donnerstag während der Debatte zur „Entbürokratisierung in der Pflege“ – und zwar einstimmig. Es gab auch keine Enthaltungen.

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Der Ausschusses für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung hatte zuvor eine entsprechende Beschlussempfehlung abgegeben. Damit genehmigte das Parlament „den Vollzug gerichtlicher Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlüsse gegen den AfD-Abgeordneten“, wie es in der Drucksache heißt.

Gegen Krah stehen seit Monaten Vorwürfe wegen Bestechlichkeit als EU-Abgeordneter und Geldwäsche im Zusammenhang mit Zahlungen aus China im Raum. Ein ehemaliger Mitarbeiter Krahs im EU-Parlament steht zudem unter Spionageverdacht. Er soll Informationen an den chinesischen Geheimdienst geliefert haben.