
Der Kreistag des Landkreises Ludwigsburg hat den Haushalt für 2026 beschlossen. Die Kreisumlage steigt auf 33 Prozent, zugleich konnte das Defizit deutlich reduziert werden. Landrat Dietmar Allgaier verwies auf höhere Landeszuweisungen, warnte jedoch vor weiter schwindenden Rücklagen und steigenden Kosten – insbesondere im öffentlichen Nahverkehr.
Ludwigsburg (red) – Der Kreistag des Landkreises Ludwigsburg hat den Haushaltsplan für 2026 und die Finanzplanung bis 2029 verabschiedet. Die Kreisumlage steigt um zwei Prozentpunkte auf 33 Prozent, wie Landrat Dietmar Allgaier mitteilte.
Er betonte, dass der Landkreis dank seiner Rücklagen den Städten und Gemeinden entgegenkommen könne, versprach aber auch, die Belastungen ab 2027 so gering wie möglich zu halten.
Durch Verbesserungen bei den Schlüsselzuweisungen und Landeserstattungen konnte der ursprüngliche Fehlbetrag von 26,9 Millionen Euro auf 16,5 Millionen Euro gesenkt werden. Allgaier wies jedoch darauf hin, dass die über Jahre erarbeiteten Rücklagen weiter aufgezehrt würden.
Zudem kritisierte er, dass Bund und Land neue Aufgaben beschlössen, ohne diese ausreichend zu finanzieren, und forderte eine umfassende Reform des Sozialstaats.
Der Zuschussbedarf für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) inklusive Schülerbeförderung steigt laut dem Landrat stark an und erreicht 2026 rund 65,8 Millionen Euro. Positiv vermeldete er, dass der Landkreis in den nächsten zwölf Jahren mit etwa 111 Millionen Euro aus dem Infrastruktur-Sondervermögen des Bundes rechnen kann.
Diese Mittel sollen unter anderem in den Neubau der Integrierten Leitstelle und eines Katastrophenschutzzentrums fließen.



