Mehr Bewerber, mehr Soldaten: Bundeswehr wächst weiter

Mehr Bewerbungen, steigende Neueinstellungen und ein wachsender Personalbestand: Die Bundeswehr setzt ihren Aufwärtstrend fort. Doch langfristig liegen die Ziele deutlich über dem aktuellen Stand.

Von der Redaktion – 07.34 Uhr 

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Berlin. Die Bundeswehr verzeichnet weiter steigende Personalzahlen. Wie das Bundesverteidigungsministerium mitteilte, haben sich bis Ende Februar 2026 rund 16.100 Menschen für eine militärische Laufbahn beworben – ein Anstieg von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Auch bei den Neueinstellungen zeigt die Entwicklung nach oben: Mehr als 5.300 Personen traten neu in die Bundeswehr ein, das entspricht einem Plus von 14 Prozent.

Besonders deutlich fällt der Zuwachs im Bereich des Freiwilligen Wehrdienstes aus. Aktuell leisten rund 13.400 Menschen Dienst als Freiwillig Wehrdienstleistende oder kurz dienende Zeitsoldaten – etwa 15 Prozent mehr als im Vorjahr.

Insgesamt umfasst die aktive Truppe derzeit rund 186.200 Soldaten. Das sind etwa 3.600 mehr als im Februar 2025. Das Verteidigungsministerium weist jedoch darauf hin, dass die Personalzahlen im Jahresverlauf schwanken. Hintergrund ist, dass im Frühjahr regelmäßig viele Soldaten ausscheiden, um eine Ausbildung oder ein Studium im zivilen Bereich zu beginnen.

Langfristig verfolgt die Bundeswehr deutlich ambitioniertere Ziele: Bis Mitte der 2030er-Jahre soll die Zahl der aktiven Soldaten auf 260.000 steigen. Hinzu kommen sollen rund 200.000 Reservisten.