Mehr Camper denn je: Deutschland erlebt anhaltenden Camping-Boom

Camping bleibt im Trend: 2025 wurden so viele Übernachtungen wie nie zuvor gezählt. Besonders gefragt sind Regionen im Süden – doch auch die Preise steigen.

Von der Redaktion – 08.42 Uhr

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Wiesbaden. Der Camping-Boom in Deutschland hält unvermindert an. Im Jahr 2025 wurden mit rund 44,7 Millionen Gästeübernachtungen so viele gezählt wie noch nie zuvor, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt.

Das entspricht einem Anstieg von 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr und sogar einem Plus von fast 25 Prozent im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie im Jahr 2019.

Langfristiger Trend nach oben

Der Boom ist kein kurzfristiger Effekt: In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Zahl der Campingübernachtungen mehr als verdoppelt. Während 2005 noch 21,7 Millionen Übernachtungen registriert wurden, sind es heute mehr als doppelt so viele.

Damit wächst das Camping deutlich stärker als der gesamte Tourismusmarkt.

Rund jede elfte Übernachtung in Deutschland findet inzwischen auf einem Campingplatz statt.

Südwesten besonders gefragt

Zu den beliebtesten Regionen zählen weiterhin die Ostsee in Schleswig-Holstein, der Schwarzwald und die Nordseeküste. Auch der Südwesten bleibt ein Magnet für Campingurlauber.

Die Region Bodensee-Oberschwaben schaffte es 2025 wieder unter die Top fünf der meistbesuchten Campingziele in Deutschland.

Gerade bei ausländischen Gästen ist der Südwesten besonders beliebt: Die meisten Übernachtungen von internationalen Campern wurden erneut im Schwarzwald verzeichnet.

Preise steigen spürbar

Mit der steigenden Nachfrage ziehen auch die Preise an. Übernachtungen auf Wohnmobilstellplätzen sind seit 2020 um mehr als 32 Prozent teurer geworden, Campingplatzgebühren um rund 29 Prozent.

Damit liegt der Preisanstieg über dem allgemeinen Durchschnitt der Übernachtungskosten.