Mehr Jobs im Service, weniger Selbstständige: So entwickelt sich der Arbeitsmarkt im Kreis Ludwigsburg

Die Zahl der Erwerbstätigen im Landkreis Ludwigsburg ist 2024 leicht gestiegen. Mit einem Plus von 0,1 Prozent folgt der Kreis dem schwachen landesweiten Trend. Während der Dienstleistungssektor zulegen konnte, gingen im Produzierenden Gewerbe und bei den Selbstständigen erneut Arbeitsplätze verloren.

Ludwigsburg. Die Zahl der Erwerbstätigen im Landkreis Ludwigsburg hat sich im Jahr 2024 kaum verändert. Nach aktuellen Berechnungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg stieg sie gegenüber dem Vorjahr lediglich um 0,1 Prozent – und liegt damit im landesweiten Trend. Insgesamt waren im Südwesten rund 6,415 Millionen Menschen erwerbstätig, ein Zuwachs von ebenfalls nur 0,1 Prozent.

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Während der Dienstleistungssektor landesweit leicht zulegen konnte (+0,5 %), verzeichnete das Produzierende Gewerbe einen Rückgang um 0,8 Prozent. Besonders stark fiel das Plus im Landkreis Heilbronn aus (+2,0 %), während die Stadt Pforzheim den größten Rückgang der Beschäftigung meldete (−2,0 %).

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In Ludwigsburg zeigt sich damit eine weitgehend stabile Arbeitsmarktlage – weder Beschäftigungsaufbau noch Arbeitsplatzverluste waren deutlich spürbar. Die Entwicklung steht im Kontrast zu den teils deutlichen Ausschlägen in anderen Regionen.

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Die Zahl der Selbstständigen ist indes in allen Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs rückläufig. Landesweit sank sie um 1,8 Prozent, im Landkreis Tuttlingen sogar um 3,8 Prozent. Damit setzt sich der Trend einer zunehmend angestellten Erwerbstätigkeit fort: 2024 stellten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit rund 5,9 Millionen Personenden weitaus größten Anteil der Erwerbstätigen.

Das Statistische Landesamt hebt hervor, dass sich die Dynamik der Erwerbstätigkeit zwischen den Kreisen weiter unterscheidet: Während wirtschaftsstarke Zentren wie Heidelberg (+1,6 %) und Ulm (+2,0 %) deutliche Zuwächse verzeichneten, stagnierten viele Regionen im Mittelfeld.

red