Mehr Krankschreibungen, weniger Fehltage: So steht der Kreis Ludwigsburg im Landesschnitt da

Fast 18 Fehltage im Job: Erwerbspersonen im Landkreis Ludwigsburg waren im Jahr 2025 im Schnitt rund zweimal krankgeschrieben. Das zeigt der aktuelle Gesundheitsreport der BARMER. Bei den Fehltagen liegt der Kreis dennoch unter dem baden-württembergischen Durchschnitt.

Von der Redaktion – 08.08 Uhr

ANZEIGE

Ludwigsburg. Krankmeldungen gehören für viele Betriebe, Verwaltungen und Familien zum Alltag. Im Landkreis Ludwigsburg kamen Erwerbspersonen im Jahr 2025 nach einer Auswertung der BARMER-Krankenversicherung im Schnitt auf fast 18 Fehltage. Genauer gesagt wurden 1.765 Arbeitsunfähigkeitstage je 100 Erwerbspersonen ermittelt. Das entspricht rechnerisch 17,65 Tagen pro Person.

Wichtig ist die Einordnung: Die Zahlen beziehen sich nicht auf alle Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises. Grundlage sind Daten von BARMER-versicherten Erwerbspersonen im Alter von 15 bis 64 Jahren, die standardisiert und auf die Bevölkerung hochgerechnet wurden. Direkt erfasst sind damit nicht alle Beschäftigten im Landkreis und auch nicht Kinder, Rentnerinnen und Rentner oder nicht berufstätige Familienversicherte.

Nach Angaben der BARMER wurden im Landkreis Ludwigsburg 186 Arbeitsunfähigkeitsfälle je 100 Erwerbspersonen gezählt. Das entspricht knapp zwei Krankschreibungen pro Person. Der Krankenstand lag bei 4,8 Prozent und damit unter dem baden-württembergischen Durchschnitt von 5,02 Prozent.

Atemwege häufig, Psyche besonders lang

Die meisten Krankschreibungen entfielen laut BARMER auf Atemwegserkrankungen. Sie verursachten 71 Arbeitsunfähigkeitsfälle je 100 Erwerbspersonen. Die längsten Ausfälle gingen jedoch auf psychische Erkrankungen zurück.

„Wer zum Beispiel wegen einer Depression oder Belastungsstörung krankgeschrieben war, fehlte im Schnitt fast 37 Tage im Job“, sagt Dirk Schmidt, Geschäftsführer der BARMER.

Auch Muskel-Skelett-Erkrankungen spielten eine wichtige Rolle. Dazu zählen etwa Rückenschmerzen. Sie verursachten im Landkreis Ludwigsburg 20 Arbeitsunfähigkeitsfälle und 304 Fehltage je 100 Erwerbspersonen. Verletzungen und Vergiftungen führten zu zehn Fällen und 177 Fehltagen je 100 Erwerbspersonen.

Kreis liegt bei Fehltagen unter Landesschnitt

Im Vergleich zu Baden-Württemberg steht der Landkreis Ludwigsburg bei den Fehltagen etwas besser da. Landesweit ermittelte die BARMER 1.832 Arbeitsunfähigkeitstage je 100 Erwerbspersonen, im Kreis Ludwigsburg waren es 1.765. Bei den Fällen lag der Kreis mit 186 je 100 Erwerbspersonen dagegen leicht über dem Landesschnitt von 180.

Bundesweit lagen die Werte deutlich höher. Für Deutschland nennt die BARMER 2.198 Arbeitsunfähigkeitstage und 201 Arbeitsunfähigkeitsfälle je 100 Erwerbspersonen. Den höchsten Wert in Baden-Württemberg weist Mannheim mit 2.148 Fehltagen und 202 Fällen je 100 Erwerbspersonen auf.

Im Jahresvergleich gingen die Fehlzeiten im Kreis Ludwigsburg zurück. Die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage sank laut BARMER um gut 3,4 Prozent, die Zahl der Krankschreibungsfälle um 1,6 Prozent.

Für den Gesundheitsreport wurden landesweit Daten von gut 332.000 BARMER-versicherten Erwerbspersonen ausgewertet. Wie viele davon konkret aus dem Landkreis Ludwigsburg stammen, geht aus der Mitteilung nicht hervor.