Mehr Schiene, weniger CO₂: Neue Route von Kornwestheim nach Mailand

Neue Bahnverbindung mit direktem Bezug zum Landkreis: Vom Terminal in Kornwestheim fahren jetzt Güterzüge bis in den Raum Mailand. Die Strecke soll den internationalen Warenverkehr stärken und gleichzeitig den CO₂-Ausstoß deutlich reduzieren.

Von Hendrik Paul – 07.58 Uhr

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Kornwestheim/Ludwigsburg. Der Landkreis Ludwigsburg rückt weiter in den Fokus des internationalen Güterverkehrs: Vom DUSS-Terminal in Kornwestheim aus ist eine neue Bahnverbindung in Richtung Norditalien gestartet.

Wie das Unternehmen CargoBeamer mitteilt, verbindet die neue Linie den Raum Stuttgart direkt mit dem Großraum Mailand. Die Züge verkehren zwischen Kornwestheim und dem Terminal Malpensa Intermodale im Nordwesten der italienischen Metropole.

Mehr Verkehr auf der Schiene

Zum Start sind zunächst vier Umläufe pro Woche geplant. Perspektivisch soll die Verbindung auf fünf Rundläufe ausgeweitet werden.

Die neue Route ist Nachfolger einer bisherigen Verbindung von Kornwestheim nach Domodossola und Teil eines wachsenden Netzwerks für den kombinierten Güterverkehr über die Alpen.

Kornwestheim als wichtiger Logistikstandort

Mit dem Terminal in Kornwestheim spielt der Landkreis Ludwigsburg eine zentrale Rolle im internationalen Warenverkehr. Transportiert werden unter anderem Sattelauflieger, die nicht per Kran verladen werden können – darunter auch Kühl- und Spezialtransporte.

Klimavorteil gegenüber Lkw-Verkehr

Nach Angaben von CargoBeamer können durch den Transport auf der Schiene rund 88 Prozent der CO₂-Emissionen im Vergleich zum Diesel-Lkw eingespart werden.

Die Züge werden in Zusammenarbeit mit SBB Cargo International betrieben.

Teil eines größeren Netzausbaus

Die Verbindung Stuttgart–Mailand ist bereits die zweite neue Strecke, die als Ersatz für die eingestellte „Rollende Landstraße“ über die Alpen eingerichtet wurde. Ziel ist es, den Güterverkehr stärker auf die Schiene zu verlagern.