Mehr Sicherheit an Bahnhöfen: Bahn plant bundesweites Alkoholverbot

Die Deutsche Bahn will den Alkoholkonsum auf Bahnsteigen und in Bahnhofshallen bundesweit untersagen. Bis Mitte Oktober soll das Verbot an allen 5.400 Bahnhöfen gelten. Wer dagegen verstößt, muss mit einem Platzverweis und bei Wiederholung mit einem Hausverbot rechnen.

Bearbeitet von Hendrik Paul – 07.24 Uhr

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Die Deutsche Bahn plant ein Alkoholverbot an sämtlichen 5.400 Bahnhöfen in Deutschland. Das berichtet die „Bild“. Die flächendeckende Umsetzung der neuen Maßnahme soll bis zum 15. Oktober 2026 abgeschlossen sein.

Bislang galt ein solches Konsumverbot bereits an rund 30 großen deutschen Bahnhöfen – darunter in Hamburg, Köln und München. Nun weitet der Staatskonzern die Regelung über sein Hausrecht bundesweit aus. Die lokalen Hausordnungen werden dazu in den kommenden Wochen in Abstimmung mit Kommunen und Behörden angepasst.

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Bahnchefin Evelyn Palla sagte der „Bild“: „Es reicht. Genug ist genug.“ Sie sagte, man greife „jetzt noch härter durch“. Man wolle mehr Ordnung und Sicherheit auf den Bahnhöfen und in den Zügen. Für sie zähle nur eins: der Schutz der Kollegen und der Reisenden.

Das Verbot betreffe laut Bahn gezielt den direkten Konsum auf den Bahnsteigen sowie in den Bahnhofshallen. Ausgenommen von der Regelung ist der Ausschank innerhalb der lizenzierten Bahnhofsgastronomie. Auch das Mitführen von originalverschlossenen alkoholischen Getränken – etwa nach einem Einkauf im Bahnhofssupermarkt – bleibe in Taschen weiterhin gestattet.

Die Einhaltung des Verbots werde von den DB-Sicherheitskräften und der Bundespolizei überwacht. Wer beim illegalen Alkoholkonsum erwischt wird, muss mit einem sofortigen Platzverweis rechnen. Bei wiederholten Verstößen droht ein dauerhaftes Hausverbot.