Mercedes hält am Verbrenner fest: Aufsichtsratschef verteidigt Kurs

Mercedes will langfristig elektrisch werden, hält aber deutlich länger am Verbrenner fest als einst geplant. Aufsichtsratschef Martin Brudermüller verteidigt den Kurs von Konzernchef Ola Källenius und verweist auf Kundenwünsche sowie wirtschaftliche Notwendigkeiten.

Von Hendrik Paul – 10.01 Uhr

 Stuttgart – Mercedes-Aufsichtsratschef Martin Brudermüller verteidigt den Verbrenner-Kurs von Konzernchef Ola Källenius.

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Brudermüller sagte dem „Handelsblatt“, Mercedes habe nicht seine grundsätzliche Strategie geändert, vollelektrisch werden zu wollen. Die Umsetzung dauere nur länger. Källenius hatte vor einigen Jahren angekündigt, bis Ende der Dekade hauptsächlich Elektroautos anbieten zu wollen. Nun sollen aber bis weit in die 2030er-Jahre hinein auch Verbrennermodelle vom Band laufen.

Wenn Kunden länger als von vielen erwartet einen Verbrenner kaufen wollten, sei es eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit, darauf zu reagieren, so Brudermüller. Källenius sei zudem von seiner Luxusstrategie abgewichen und wolle nun Premiumautos in allen Preisklassen bauen. Richtig sei und sei gewesen, dass Mercedes insbesondere am oberen Ende des Marktes erfolgreich sein wolle, sagte Brudermüller. Er wisse nicht, ob es wirklich wichtig sei, das an einem Wort festzumachen. Wörtlich sagte er: „Ola Källenius ändert nicht ständig seine Strategien.“