
Autofahrer müssen möglicherweise bis weit ins Jahr 2027 auf eine vollständige Beruhigung der Kraftstoffpreise warten. Selbst ein Friedensschluss im Nahen Osten würde den Markt nach Einschätzung des Branchenverbands en2x nur allmählich entspannen. Als weiteren Grund nennt der Verband verlorene Raffineriekapazitäten.
Von der Redaktion (lb/dts) – 07.10 Uhr
Berlin. Autofahrer müssen sich möglicherweise bis weit ins Jahr 2027 auf ein angespanntes Preisniveau einstellen. Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie rechnet selbst bei einem Friedensschluss im Nahen Osten nur mit einer langsamen Normalisierung, sagte Verbandssprecher Alexander von Gersdorff der „Rheinischen Post“.
Entscheidend sei jetzt die weitere Entwicklung vor allem im Nahen Osten, sagte Alexander von Gersdorff, Sprecher von en2x, der „Rheinischen Post“. Käme es zu einem Friedensschluss, würden sich auch die Kraftstoffpreise allmählich beruhigen. Aber auch dann dauere es bis zu einer völligen Marktnormalisierung weit bis ins Jahr 2027, denn es sei viel Raffineriekapazität verloren gegangen.
Den Haushalten, die jetzt Heizöl für den Winter tanken müssen, riet er: „Wenn der Heizöltank aktuell Richtung Leerstand geht, könnten Kunden überlegen, eher geringe Mengen Heizöl zu bestellen und darauf zu setzen, dass sich die Situation am Weltmarkt in nächster Zeit zumindest etwas verbessert. Eine Preisprognose ist allerdings schwierig bis unmöglich.“ Auch die Heizölpreise seien in der jüngsten Zeit stark gestiegen. Das liege daran, dass das Heizöl von der globalen Knappheit an Öl und Mineralölprodukten besonders betroffen sei, weil es im Raffinerieprozess mit dem ebenfalls stark nachgefragten Diesel konkurriere.


