Mit Laserpointer geblendet: Polizei ermittelt in Besigheim wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr

Von Lea Brandt – 16.28 Uhr

Besigheim/Kirchheim am Neckar. Ein gefährlicher Zwischenfall im Straßenverkehr hat am Dienstagabend (13. Januar 2026) die Polizei beschäftigt: Ein 16-Jähriger soll aus einem fahrenden Auto heraus mehrfach eine Autofahrerin mit einem Laserpointer geblendet haben. Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

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Nach Angaben des Polizeipräsidiums Ludwigsburg ereignete sich der Vorfall gegen 20.45 Uhr zwischen Besigheim und Kirchheim am Neckar. Eine 39-jährige Autofahrerin war zunächst auf der Straße „Auf dem Kies“ in Besigheim unterwegs, als sie auf Höhe eines Lebensmitteldiscounters erstmals den Lichtschein eines Laserpointers wahrnahm – sowohl auf der Fahrbahn als auch neben ihr.

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Mehrfach gezielt geblendet

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Wie die Frau angab, stellte sie schnell fest, dass der Laserpointer vom Beifahrersitz eines hinter ihr fahrenden Fahrzeugs bedient wurde. In der Hessigheimer Straße sei sie erstmals über den Rückspiegel kurzzeitig stark geblendetworden. Wenig später, in der Gemmrigheimer Straße, sei es zu einer weiteren starken Blendung gekommen, sodass sie ihr Fahrzeug abbremsen musste.

Anschließend überholte das Fahrzeug die 39‑Jährige. Auch dabei sei sie mutmaßlich erneut gezielt mit dem Laserpointer angestrahlt worden.

Jugendlicher räumt Tat ein

Die Autofahrerin nahm daraufhin die Verfolgung auf und verständigte die Polizei. Eine Streifenwagenbesatzung konnte das Fahrzeug wenig später in Bönnigheim stoppen und kontrollieren. Am Steuer saß ein 19-jähriger Fahrer, auf dem Beifahrersitz befand sich ein 16-Jähriger.

Der Jugendliche räumte die Tat gegenüber den Beamten ein und übergab den eingesetzten Laserpointer, der beschlagnahmt wurde. Zudem fanden die Polizisten im Fahrzeug erlaubnispflichtige Pyrotechnik, deren Besitz der 16‑Jährige ebenfalls auf sich nahm. Auch diese Gegenstände wurden sichergestellt.

Der Jugendliche wurde im Anschluss seiner Mutter übergeben. Ihn erwarten nun mehrere Strafanzeigen.

Polizei warnt vor gravierenden Folgen

Die Polizei weist darauf hin, dass das Blenden von Verkehrsteilnehmern mit Laserpointern keine Bagatelle darstellt. Schon kurze Blendungen können die Orientierung im Straßenverkehr erheblich beeinträchtigen und schwere Unfälle verursachen.

Verwendete Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg