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Motorradfahrer schwer verletzt; Weitere Meldungen

Bönnigheim: Motorradfahrer schwer verletzt

Am Samstagnachmittag, gegen 15.00 Uhr, befuhr ein 32jähriger Mann mit seinem VW Golf die abknickende Vorfahrtstraße Karlstraße Richtung Bismarckstraße in Bönnigheim. An dem Übergang zur Bismarckstraße fuhr er geradeaus in den Schmiedsberger Weg, ohne auf die Vorfahrt eines 56jährigen Mannes zu achten, welcher mit seinem Motorrad unterwegs war. Bei dem folgenden Zusammenstoß im Einmündungsbereich wurde der 56jährige Mann schwer verletzt und kam mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus. Der Motorradfahrer folgte der abknickenden Vorfahrt und kam von der Ortsmitte. Der 32jährige Golffahrer, welcher nach eigenen Angaben den Anweisungen seines Navigationsgerätes folgte, blieb unverletzt. Der entstandene Sachschaden wurde auf 8000 Euro geschätzt.

Gerlingen: Verkehrsunfallflucht mit hohem Sachschaden

Am Samstag kam es in der Zeit zwischen 15:00 Uhr und 18:00 Uhr, in der Obertorstraße in Gerlingen zu einem Verkehrsunfall mit anschließender Unfallflucht. Ein bislang unbekannter PKW-Lenker beschädigte mit seinem Fahrzeug ein anderes am Straßenrand abgestelltes Fahrzeug und entfernte sich anschließend vom Unfallort. Am geparkten Fahrzeug entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 3.000,- Euro.

Ludwigsburg: Verkehrsunfallflucht

Am Samstag gegen 13:30 Uhr befuhr der später geschädigte 66 jährige Radfahrer den Radweg der Friedrich-Ebert-Straße. Im Kreuzungsbereich der Jägerhofallee und Friedrich-Ebert-Straße missachtete der Lenker eines Pkw Smart die Vorfahrt des Radfahrers und es kam zur Kollision zwischen beiden Fahrzeugen. In Folge des Zusammenstoßes kam der Radfahrer zu Fall und wurde leicht verletzt. Der Lenker des Smart setzte seine Fahrt fort, ohne sich um den verunfallten Radfahrer zu kümmern. Am Fahrrad des Geschädigten entstand leichter Sachschaden. Zeugen, die den Unfall beobachtet haben und sachdienliche Hinweise zum unfallverursachenden Pkw und zum Unfallhergang machen können, werden gebeten sich mit dem Polizeirevier in Ludwigsburg (07141 185353) in Verbindung zu setzen.

Zoll kontrolliert Betriebe und Gewerbe in Ludwigsburg

Heilbronner Zoll überprüfte 179 Betriebe im Gastgewerbe

NGG fordert mehr Zoll-Kontrollen bei Hoteliers und Gastronomen im Landkreis Ludwigsburg

Ludwigsburg; Sie kommen unangemeldet und machen nicht viel Federlesen: Wenn Beamte des Zolls Betrieben im Landkreis Ludwigsburg eine Visite abstatten, kann es für Unternehmer ungemütlich werden – vorausgesetzt, sie nehmen es mit dem Gesetz nicht so genau. Im vergangenen Jahr kontrollierte das zuständige Hauptzollamt Heilbronn in der Region insgesamt 767 Firmen auf Schwarzarbeit, Sozialbetrug und auf die Einhaltung von Mindestlöhnen. Das sind vier Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei nahmen die Zöllner genau 179 Betriebe des Gastgewerbes ins Visier (plus 19 Prozent gegenüber 2017). In sieben Fällen deckten sie einen Mindestlohnverstoß auf. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit. Die NGG Stuttgart beruft sich hierbei auf eine Auswertung des Bundesfinanzministeriums für die Bundestagsabgeordnete Beate Müller-Gemmeke (Grüne).

„Es kann doch nicht sein, dass es immer noch Chefs gibt, die ihren Beschäftigten das absolute Minimum vorenthalten – den gesetzlichen oder einen höheren Branchen-Mindestlohn. Mindestlohn-Verstöße sind immer noch an der Tagesordnung. Und das, obwohl es den gesetzlichen Mindestlohn schon seit über vier Jahren gibt“, kritisiert NGG-Geschäftsführer Hartmut Zacher. Bei Kellnern, Köchinnen und Hotelangestellten komme es am Monatsende auf jeden Euro an.

Die Tatsache, dass viele Unternehmen es immer noch wagen, gegen geltende Mindestlöhne zu verstoßen, macht, so die NGG Stuttgart, eines deutlich: „Der Zoll muss mehr und intensiver kontrollieren – gerade auch in der Gastronomie. Beim Thema Mindestlohn zeigt sich, dass Vertrauen gut, aber Kontrolle besser ist. Je höher das Risiko für schwarze Schafe ist, bei illegalen Praktiken überführt zu werden, desto seltener setzen sie auf Tricksereien“, betont Zacher. Der Plan von Bundesfinanzminister Olaf Scholz, die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) auf mehr als 10.000 Beamte aufzustocken, sei ein „wichtiger Schritt“. Derzeit sei die FKS von dieser Zielmarke aber noch weit entfernt. Nach Informationen der NGG waren bundesweit zuletzt lediglich 6.600 Planstellen für Kontrolleure besetzt – 126 davon beim Hauptzollamt Heilbronn.

„Damit der Zoll bei seinen Kontrollen aber überhaupt fündig werden kann, müssen die Arbeitszeiten in den Betrieben genau erfasst werden. Bei Schummeleien mit den Stundenzetteln können die Beamten gegen den Arbeitgeber ermitteln – und geprellte Löhne zurückfordern“, erklärt Hartmut Zacher. Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom Mai müssen Unternehmen die Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter künftig systematisch dokumentieren. Im Gastgewerbe wurde bereits mit dem gesetzlichen Mindestlohn eine Aufzeichnungspflicht der geleisteten Stunden eingeführt. Die NGG hatte sich dafür gegen den Widerstand der Arbeitgeber stark gemacht.