
Ludwigsburg. Ein geistesgegenwärtiger Fahrer hat am Montagmittag in Poppenweiler vermutlich Schlimmeres verhindert: Als in seinem Müllfahrzeug eine Rauchentwicklung auftrat, reagierte er sofort – und entlud die brennende Ladung kurzerhand auf eine Kreuzung im Wohngebiet.
Wie die Feuerwehr Ludwigsburg mitteilt, wurden die Einsatzkräfte am 9. Februar 2026 um 11:25 Uhr mit dem Stichwort „Feuer/Rauch Müllpresse“ in den Stadtteil alarmiert. Noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr hatte der Müllwagenfahrer bereits gehandelt: Er kippte die brennende Fracht ab, wodurch ein Übergreifen der Flammen auf das Fahrzeug selbst verhindert werden konnte.
Die Feuerwehr rückte mit fünf Fahrzeugen und 21 Einsatzkräften an. Mit mehreren Löschrohren gelang es, das Feuer rasch unter Kontrolle zu bringen. Anschließend wurde der Restmüll mit Dunghacken auseinandergezogen, um versteckte Glutnester gezielt abzulöschen. Eine Wärmebildkamera kam zur abschließenden Kontrolle zum Einsatz.
Der auf der Fahrbahn verteilte Müll wurde noch vor Ort vom zuständigen Entsorgungsunternehmen entfernt und ordnungsgemäß entsorgt. Für die Dauer der Löscharbeiten musste die betroffene Straße in Poppenweiler weiträumig gesperrt werden. Verletzt wurde niemand.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Ob möglicherweise falsch entsorgte oder brennbare Stoffe in der Müllpresse ursächlich waren, ist derzeit noch unklar.
Die Feuerwehr Ludwigsburg nutzt den Vorfall als Anlass für einen eindringlichen Appell: In die Mülltonnen gehören ausschließlich Abfälle, die für die jeweilige Tonne vorgesehen sind. Falsch entsorgte oder gefährliche Stoffe können nicht nur Brände auslösen, sondern auch erhebliche Risiken für Menschen und Fahrzeuge darstellen.


