
Nach dem brutalen Angriff auf einen 25-Jährigen in der Ludwigsburger Innenstadt hat sich Oberbürgermeister Matthias Knecht zu Wort gemeldet. Er verurteilt die Tat scharf und will gemeinsam mit Polizei und Hochschulen über weitere Präventionsmaßnahmen beraten.
Von der Redaktion – Ayhan Güneş
Ludwigsburg. Nach dem homophoben Angriff auf einen 25 Jahre alten Mann in der Ludwigsburger Innenstadt hat Oberbürgermeister Matthias Knecht die Tat scharf verurteilt. Zugleich kündigte er Gespräche mit der Polizei und den fünf Ludwigsburger Hochschulen über weitere Präventionsmaßnahmen an.
„Der Schutz aller Menschen hat in unserer Stadt oberste Priorität. Ludwigsburg steht für Demokratie, Vielfalt, Respekt und ein friedliches Miteinander“, erklärte Knecht in einer Pressemitteilung.
Für Hass, Diskriminierung und Gewalt gebe es in Ludwigsburg keinen Platz. Der Angriff sei erschütternd und durch nichts zu rechtfertigen.
Stadt will über weitere Schutzmaßnahmen beraten
Knecht kündigte an, gemeinsam mit der Polizei und den Ludwigsburger Hochschulen zu prüfen, wie Betroffene künftig noch besser geschützt werden können. Welche konkreten Maßnahmen dabei diskutiert werden sollen, teilte die Stadt zunächst nicht mit.
Gewalt oder Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung oder anderer persönlicher Merkmale müssten konsequent strafrechtlich verfolgt werden, erklärte der OB..
25-Jähriger verfolgt und geschlagen
Der Stellungnahme vorausgegangen war ein Angriff auf einen 25-Jährigen. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Ludwigsburg war der Mann zunächst in der Innenstadt homophob beleidigt worden.
Am folgenden Abend soll er auf dem Akademiehof erneut auf die mutmaßlichen Täter getroffen sein. Drei junge Männer sollen ihn wegen seiner sexuellen Orientierung und seines äußeren Erscheinungsbildes beleidigt und anschließend bis zum Gewächshausweg verfolgt haben.
Dort soll einer der Tatverdächtigen den 25-Jährigen am Kragen gepackt und mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Der Verletzte konnte sich befreien und flüchten. Der Rettungsdienst brachte ihn in ein Krankenhaus.
Polizei sucht zwei weitere Verdächtige
Ein 15 Jahre alter Tatverdächtiger wurde inzwischen vorläufig festgenommen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er seinen Eltern übergeben.
Die Ermittlungen zu zwei weiteren Tatverdächtigen dauern an. Zeugen können sich unter der Telefonnummer 0800 1100225 oder per E-Mail an hinweise.kripo.ludwigsburg@polizei.bwl.de bei der Kriminalpolizei melden.
Verwendete Quelle: Stadt Ludwigsburg / Polizeipräsidium Ludwigsburg


