Nach Richterwahl-Panne: CDU-Politiker Bilger verteidigt Spahn und fordert Geschlossenheit

Nach der gescheiterten Richterwahl am Bundesverfassungsgericht springt CDU-Politiker Steffen Bilger dem Unionsfraktionschef Jens Spahn zur Seite. In der Unionsfraktion gebe es „großen Rückhalt“ für Spahn, sagte Bilger – und betonte, dass die Verantwortung nicht allein beim Fraktionsvorsitzenden liege. Man arbeite mit der SPD an einer zügigen Lösung.

Berlin (red) – Der Parlamentsgeschäftsführer der Unionsfraktion, Steffen Bilger (CDU), stärkt dem in die Kritik geratenen Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) demonstrativ den Rücken.

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Bilger sagte der „Rheinischen Post“ (Montag): „Jens Spahn hat in diesen Zeiten keine leichte Aufgabe, auch wegen der knappen Mehrheitsverhältnisse, die wir als Koalition haben.“

Er nehme aber in der Unionsfraktion „einen großen Rückhalt für Jens Spahn wahr. Wir wissen, was wir an ihm haben und schauen jetzt nach vorne.“ Bei der gescheiterten Richterwahl sei „einiges nicht gut gelaufen, aber dafür ist nicht allein unser Fraktionsvorsitzender verantwortlich“, ergänzte der Parlamentsgeschäftsführer.

Bilger sagte weiter: „Wir haben intern und mit der SPD aufgearbeitet, was da nicht gut gelaufen ist.“ Zum weiteren Verfahren sei man in Gesprächen mit der SPD. „Wir wollen als Koalition die drei offenen Stellen, die es derzeit beim Verfassungsgericht gibt, zeitnah gut besetzen“, so der CDU-Politiker.