Nach versuchter Tötung in Ludwigsburg: Polizei identifiziert acht Verdächtige

Nach mehreren gewalttätigen Auseinandersetzungen im Ludwigsburger Stadtgebiet haben Polizei und Staatsanwaltschaft acht Tatverdächtige im Alter von 14 bis 22 Jahren identifiziert. Vier von ihnen sollen an einem Angriff beteiligt gewesen sein, bei dem ein 18-Jähriger lebensgefährlich verletzt wurde. Bei Razzien mit rund 100 Einsatzkräften stellten die Ermittler mehrere Waffen und umfangreiches Beweismaterial sicher.

Von der Redaktion – 14.29 Uhr

Ludwigsburg. Nach einer Serie gewalttätiger Auseinandersetzungen im Ludwigsburger Stadtgebiet haben Polizei und Staatsanwaltschaft acht Tatverdächtige im Alter zwischen 14 und 22 Jahren identifiziert. Vier von ihnen sollen an einem versuchten Tötungsdelikt beteiligt gewesen sein, bei dem ein 18-Jähriger schwer verletzt wurde.

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Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Stuttgart und des Polizeipräsidiums Ludwigsburg war es im Frühjahr 2026 insbesondere im Bereich des Bahnhofs wiederholt zu Auseinandersetzungen zwischen zwei Personengruppen gekommen.

Am 8. März eskalierte die Gewalt. Mehrere zunächst unbekannte Personen sollen einen 18-Jährigen angegriffen und mit einem spitzen Gegenstand schwer verletzt haben. Der junge Mann musste notoperiert werden, konnte das Krankenhaus jedoch kurze Zeit später wieder verlassen.

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Zur Aufklärung der Taten richtete die Polizei am 16. März die Ermittlungsgruppe „Residenz“ ein. Sie bestand aus 15 Ermittlerinnen und Ermittlern der Kriminal- und Schutzpolizei. Nach monatelangen Ermittlungen konnten bislang acht Tatverdächtige identifiziert werden.

Den 14 bis 22 Jahre alten Beschuldigten werden in unterschiedlicher Zusammensetzung zahlreiche Gewaltdelikte zur Last gelegt. Vier von ihnen stehen im Verdacht, als Täter oder Beteiligte an dem versuchten Tötungsdelikt vom 8. März mitgewirkt zu haben.

Nach dem bisherigen Ermittlungsstand waren die beiden Gruppen bereits zuvor mehrfach im Stadtgebiet aufeinandergetroffen. Dabei soll es zu unterschiedlichen Körperverletzungsdelikten gekommen sein. Die Hintergründe der Konflikte und ein möglicher Zusammenhang mit ethnischen oder anderen Auseinandersetzungen sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.

Am 15. Juli durchsuchten rund 100 Polizeikräfte zeitgleich acht Wohnungen in Ludwigsburg, Pleidelsheim und Bietigheim-Bissingen. Die Beschlüsse waren auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart vom Amtsgericht Stuttgart erlassen worden.

Sieben der acht Tatverdächtigen wurden angetroffen und erkennungsdienstlich behandelt. Bei den Durchsuchungen stellten die Einsatzkräfte mehrere Waffen sowie umfangreiches weiteres Beweismaterial sicher. Die Auswertung dauert an.

Verwendete Quelle: Staatsanwaltschaft Stuttgart und Polizeipräsidium Ludwigsburg