Nach Wahldebakel: SPD Baden-Württemberg setzt auf neues Führungsduo

Nach dem historischen schlechten Abschneiden bei der diesjährigen Landtagswahl setzt die SPD Baden-Württemberg auf einen Neuanfang an der Spitze. Isabel Cademartori und Robin Mesarosch haben die Mitgliederbefragung zum Landesvorsitz mit 56,5 Prozent gewonnen und sollen nun offiziell vom Parteitag gewählt werden.

Von Ayhan Güneş – 14.49 Uhr

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Stuttgart. Die SPD Baden-Württemberg hat nach ihrem schweren Wahldebakel eine Richtungsentscheidung getroffen. Bei der Online-Mitgliederbefragung zum Landesvorsitz erreichte das Duo Isabel Cademartori und Robin Mesarosch mit 56,5 Prozent die absolute Mehrheit. Der Landesvorstand will beide nun dem Parteitag am 19. und 20. Juni offiziell zur Wahl vorschlagen. Das gab der Wahlvorstand der SPD Baden-Württemberg am Dienstag bekannt.

Cademartori und Mesarosch setzten sich damit klar gegen ihre Mitbewerber durch. Dorothea Kliche-Behnke kam auf 24,5 Prozent, Carsten Lotz erreichte 16,9 Prozent. Das Ergebnis ist mehr als eine Personalentscheidung. Es ist auch der Versuch, der angeschlagenen Landespartei nach dem historisch schlechten Abschneiden bei der Landtagswahl wieder eine erkennbare Richtung zu geben.

Neuanfang unter schwierigen Bedingungen

Für die SPD Baden-Württemberg beginnt damit nicht einfach ein Personalwechsel. Die Partei muss nach ihrem Absturz erklären, warum sie im Südwesten noch gebraucht wird. Cademartori und Mesarosch haben nun den Auftrag der Basis. Ob daraus neue Stärke entsteht, entscheidet sich nicht beim Parteitag, sondern in den Monaten danach