Nagelsmann nominiert WM-Kader und holt diesen Bayern-Star zurück

Die deutsche Nationalmannschaft geht mit Manuel Neuer als Nummer eins in die WM. Bundestrainer Julian Nagelsmann setzt beim Turnier in den USA, Mexiko und Kanada auf Erfahrung im Tor und einen Kader, der nach zwei frühen WM-Aus endlich wieder die K.-o.-Runde erreichen soll.

Von Hendrik Paul – 14.58 Uhr

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Frankfurt am Main. Manuel Neuer kehrt auf die größte Fußballbühne der Welt zurück. Bundestrainer Julian Nagelsmann hat am Donnerstag seinen Kader für die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada bekannt gegeben und dabei auf Erfahrung, Tempo und junge Überraschungen gesetzt.

Die wichtigste Personalie: Neuer soll nach zwei Jahren WM-Pause wieder die Nummer eins im Tor der deutschen Nationalmannschaft werden.

„Wir planen mit ihm als Nummer 1“, sagte Nagelsmann in Frankfurt. „Jeder weiß glaube ich, welche Aura der Manu hat und welche Qualitäten er hat.“

Damit setzt der Bundestrainer bei einem Turnier mit enormem Druck bewusst auf einen Spieler, der wie kaum ein anderer für die großen WM-Momente der vergangenen Jahre steht. Nach den Vorrunden-Aus 2018 und 2022 soll Neuer der Mannschaft wieder Stabilität und Führung geben.

Mix aus Erfahrung und neuen Gesichtern

Neben Neuer reisen Oliver Baumann (TSG Hoffenheim) und Alexander Nübel vom VfB Stuttgart als weitere Torhüter mit. Bayern-Talent Jonas Urbig soll das Team zusätzlich im Training unterstützen.

In der Defensive vertraut Nagelsmann unter anderem auf Antonio Rüdiger, Joshua Kimmich, Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck. Im Mittelfeld und Angriff setzt der Bundestrainer auf Kreativität, Tempo und Technik. Mit dabei sind unter anderem Florian Wirtz, Jamal Musiala, Leroy Sané und Kai Havertz.

Auffällig ist zudem die Mischung aus etablierten Nationalspielern und jüngeren Namen wie Nick Woltemade, Jamie Leweling oder Lennart Karl.

Auftakt gegen Curacao

Das XXL-Turnier beginnt am 11. Juni mit dem Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika. Deutschland startet am 14. Juni gegen Curacao ins Turnier. Weitere Gruppengegner sind die Elfenbeinküste und Ecuador.

Nach den enttäuschenden Turnieren der vergangenen Jahre dürfte das erste Ziel klar sein: endlich wieder die K.-o.-Runde erreichen.