
Mehr Radwege, mehr Verbindungen: Baden-Württemberg treibt den Ausbau der Infrastruktur voran. Ab 2026 sollen zahlreiche neue Projekte starten – mit Fokus auf sichere und durchgängige Strecken.
Von Hendrik Paul – 08.16 Uhr
Stuttgart. Baden-Württemberg will den Ausbau des Radwegenetzes weiter vorantreiben. Wie das Verkehrsministerium mitteilt, sollen ab 2026 zahlreiche neue Projekte umgesetzt werden.
Derzeit befinden sich bereits 17 Radwege mit einer Gesamtlänge von rund 32 Kilometern im Bau. Zusätzlich sind 52 weitere Maßnahmen mit etwa 57 Kilometern geplant, deren Umsetzung ab 2026 beginnen soll.
Langfristiger Ausbau bis 2030
Grundlage ist der Bedarfsplan für Radwege, der seit 2023 schrittweise umgesetzt wird. Ziel ist es, bis Ende 2030 Verbesserungen auf insgesamt 860 Kilometern an Bundes- und Landesstraßen sowie bei Radschnellverbindungen zu erreichen.
Dabei sollen vorrangig besonders wichtige und stark nachgefragte Strecken realisiert werden.
Fokus auf sichere und direkte Verbindungen
Verkehrsminister Winfried Hermann betonte die Bedeutung einer gut ausgebauten Radinfrastruktur:
„Eine gute Radinfrastruktur verändert, wie wir unser Land erleben: fitter, leiser und mit mehr Lebensqualität. […] Damit noch mehr Menschen diese Freiheit erleben können, brauchen wir konsequent sichere und durchgängige Radwege.“
Radschnellwege als Schwerpunkt
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf sogenannten Radschnellverbindungen. Aktuell sind in Baden-Württemberg 24 solcher Strecken in Planung – mehr als in jedem anderen Bundesland.
Diese Wege sollen längere Distanzen möglichst direkt, komfortabel und ohne häufige Stopps überbrücken. Für die Umsetzung stellt der Bund rund 45 Millionen Euro zur Verfügung.
Fast 40 Kilometer Radwege an Bundes- und Landesstraßen im Jahr 2025 gebaut
Allein im Jahr 2025 haben Bund und Land rund 36,5 Millionen Euro investiert, um die Radinfrastruktur weiter zu verbessern. Dabei wurden insgesamt 38 Kilometer Radwege neu gebaut oder ausgebaut, so das Verkehrsministerium.

