Organspenden auf Höchststand – doch Tausende warten weiter

Die Zahl der postmortalen Organspenden ist 2025 weiter gestiegen. Mit 985 Spenderinnen und Spendern wurde der höchste Wert seit mehr als einem Jahrzehnt erreicht. Trotzdem warten weiterhin über 8.000 Menschen auf ein lebensrettendes Organ.

Von Hendrik Paul – 14.18 Uhr 

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Frankfurt am Main. Die Zahl von Organspenden in Deutschland ist im Jahr 2025 weiter gestiegen und erreicht mit 985 Spenderinnen und Spendern den höchsten Stand seit über einem Jahrzehnt. Dennoch bleibt der Mangel an verfügbaren Organen eklatant: Mehr als 8.000 Menschen warten weiterhin auf ein lebensrettendes Spenderorgan.

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Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) stieg die Zahl der Spender im Vergleich zum Vorjahr um 32 – das entspricht einem Zuwachs von 3,4 Prozent. Umgerechnet auf die Bevölkerung liegt die Rate bei 11,8 Spendern pro Million Einwohner – dem höchsten Wert seit 2012.

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Insgesamt konnten im vergangenen Jahr 3.020 Organe nach postmortaler Spende über die internationale Vermittlungsstelle Eurotransplant nach festgelegten medizinischen Kriterien verteilt und schließlich hierzulande oder im Ausland transplantiert werden (2024: 2.855, +5,8 Prozent). Dazu zählten 1.495 Nieren, 823 Lebern, 315 Herzen, 308 Lungen, 76 Bauchspeicheldrüsen sowie drei Därme.

In den 43 deutschen Transplantationszentren wurden 2025 insgesamt 3.256 Organe nach postmortaler Spende aus Deutschland sowie aus dem Eurotransplant-Verbund transplantiert (2024: 3.013, +8,1 Prozent). Bundesweit konnte damit 3.150 schwer kranken Patienten durch ein oder mehrere Organe eine bessere Lebensqualität oder ein Weiterleben ermöglicht werden. Gleichzeitig warteten Ende des vergangenen Jahres weiterhin 8.199 Menschen in Deutschland auf ein Spenderorgan.

Deutliche Unterschiede zeigen sich nach wie vor zwischen den DSO-Regionen in Deutschland. Besonders die Region Ost (Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) weist seit Jahren überdurchschnittliche Organspenderzahlen auf. Mit 16,3 Organspendern pro Million Einwohner lag die Spenderzahl in diesen Bundesländern 38 Prozent über dem Bundesdurchschnitt.