
Bietigheim-Bissingen – Mit rund 250.000 Besucherinnen und Besuchern war der Bietigheimer Pferdemarkt auch in diesem Jahr ein Publikumsmagnet. Trotz der enormen Menschenmenge verlief das traditionsreiche Volksfest aus polizeilicher Sicht ruhig und nahezu störungsfrei, wie das Polizeipräsidium Ludwigsburg am Mittwochmorgen mitteilte.
Über das lange Festwochenende von Freitag bis zum späten Dienstagabend waren rund 190 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz“, so der Leiter des Polizeireviers Bietigheim-Bissingen, Polizeidirektor Volker Kehl. Insgesamt verzeichnete die Polizei während der fünf Festtage 20 Strafanzeigen.
Körperverletzungen im Fokus – Vorfall an Haltestelle Ellental
Mit zwölf Anzeigen standen Körperverletzungsdelikte im Zentrum des polizeilichen Einsatzgeschehens, darunter drei Fälle gefährlicher Körperverletzung. Besonders auffällig: ein Vorfall in der Nacht auf Montag (01.09.) an der Haltestelle Ellental.
Gegen 00:20 Uhr trafen dort zwei 19-jährige Festbesucher auf eine Gruppe von vier Jugendlichen im Alter zwischen 17 und 18 Jahren. Nach ersten Erkenntnissen kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der zwei Mitglieder der Gruppe auf die 19-Jährigen einschlugen. Die beiden Geschädigten stiegen anschließend in einen Zug Richtung Sersheim und informierten von dort aus die Polizei. Diese konnte sowohl die Verletzten als auch die mutmaßlichen Täter am Bahnhof Sersheim antreffen. Ein Opfer musste wegen Gesichtsverletzungen vor Ort ärztlich versorgt werden. Die Ermittlungen dauern an.
Darüber hinaus nahmen die Beamtinnen und Beamten zwei Anzeigen wegen Beleidigung, drei Anzeigen wegen Diebstahls, eine Anzeige wegen Bedrohung sowie eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz auf. Im Zusammenhang mit dem Fahrzeugverkehr wurden eine Unfallflucht und drei Verkehrsunfälle auf den Besucherparkplätzen aufgenommen.
red

