Polizisten in Ludwigsburg tätlich angegriffen

Wegen tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte hat sich ein 26-jähriger Mann nach seinem Verhalten am Samstagabend in der Stuttgarter Straße zu verantworten. Das teilte das Polizeipräsidium Ludwigsburg am Montag mit.

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Der indische Staatsangehörige war gegen 18:15 Uhr einem Polizeibeamten in Zivil auf dessen weg zum Dienst aufgefallen, als er auf Höhe des Forums den Hitlergruß gezeigt, sowie “Heil Hitler” und beleidigende Äußerungen in Richtung des Polizeireviers gegröllt haben soll.

Nachdem der 26-Jährige nunmehr begann, Passantinnen zu belästigen, verständigte der Polizeibeamte seine Kollegen und nahm zu Fuß die Verfolgung auf. Eine Streifenbesatzung war rasch vor Ort und der Tatverdächtige wollte sich bei deren Anblick auf dem Staub machen. Als der Polizeibeamte sich mit seinem Dienstausweis zu erkennen gab und den 26-Jährigen zum Warten aufforderte, wurde er angegriffen und verletzt. Er konnte den Angreifer jedoch zu Boden bringen. Dort wurde der bei der Polizei als Mehrfach- und Intensivtäter geführte Mann von der Streifenbesatzung mit einer Handschließe gefesselt und anschließend in eine psychiatrische Einrichtung gebracht.

red

 

Lohn-Plus und Corona-Prämie für Bauarbeiter im Kreis Ludwigsburg

Mehr Geld am Bau: Im Kreis Ludwigsburg steigen die Löhne für Bauarbeiter um insgesamt 2,6 Prozent. Das teilt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit. Darüber hinaus gibt es mit der November-Abrechnung eine steuerfreie „Corona-Prämie“ von 500 Euro. Azubis erhalten 250 Euro. In einer ersten Stufe waren die Löhne bereits im Oktober um 0,5 Prozent gestiegen. Zum Jahreswechsel folgt ein Plus von 2,1 Prozent. Nach Angaben der Arbeitsagentur beschäftigt das Bauhauptgewerbe im Landkreis Ludwigsburg aktuell 4.470 Menschen.

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IG BAU-Bezirksvorsitzender Mike Paul spricht von einem „Tarifabschluss, der Perspektive bringt“. „In der Tarifrunde hatten die Arbeitgeber über Monate eine Blockadehaltung an den Tag gelegt, die am Ende durchbrochen werden konnte“, so Paul. Der Präsident des Bundessozialgerichts hatte in dem Konflikt als Schlichter vermittelt.

Die IG BAU Stuttgart appelliert nun an die Beschäftigten in der Region, einen Lohn-Check zu machen. Neben der „Corona-Prämie“ im November sei das Plus von 0,5 Prozent bereits mit der Oktober-Abrechnung fällig. Anspruch auf die tarifliche Bezahlung haben Gewerkschaftsmitglieder, die unter die neuen Lohn- und Gehaltstarifverträge Bau fallen und deren Betrieb Mitglied im Arbeitgeberverband ist. Bei Problemen oder Fragen können sich Beschäftigte an die IG BAU vor Ort wenden. Auch Auszubildende sollen ihre Lohn- Abrechnung prüfen, rät die Gewerkschaft. Ihre Vergütungen steigen um 40 Euro im ersten, 30 Euro im zweiten und 20 Euro im dritten Jahr.

Carsten Burckhardt, Verhandlungsführer auf Gewerkschaftsseite, verweist zudem auf die geplante Entschädigung der sogenannten Wegezeiten: „Über die lange, meist unbezahlte Fahrerei zur Baustelle wird bis zum Juni durch die Tarifpartner unter Beteiligung des Schlichters weiter verhandelt. Dabei sollen Vorschläge für eine Entschädigung entstehen, die sich nach konkreten Strecken und echten Fahrzeiten bemisst.“

Eine Umfrage im Auftrag der Gewerkschaft hatte ergeben, dass Baubeschäftigte für die einfache Fahrt zu ihrem Einsatzort durchschnittlich 64 Kilometer zurücklegen. Zum Vergleich: In der gesamten Wirtschaft sind lediglich fünf Prozent aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr als 50 Kilometer täglich für den Weg zur Arbeit unterwegs.

red