Rentenalter vor neuem Sprung? Kommission diskutiert Rente mit 70

Die Rentenkommission der Bundesregierung will eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre beraten. Diskutiert werden Abschläge bei früherem Rentenstart sowie finanzielle Anreize für längeres Arbeiten über 70 hinaus. Bereits im Frühjahr könnte eine Empfehlung vorliegen – auch eine Einbeziehung von Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung steht zur Debatte.

Von Hendrik Paul – 05.49 Uhr 

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Die von der Bundesregierung eingesetzte Alterssicherungskommission (ASK) zur Reform der gesetzlichen Rente will auch über eine Ausweitung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre beraten. Das meldet „Bild“ (Montagausgabe) unter Berufung auf Kommissionskreise.

Demnach soll beim nächsten Treffen des 13-köpfigen Expertengremiums am 23. Februar in Berlin diskutiert werden, wie eine mögliche Ausweitung erfolgen könnte. Unter anderem werde es um die Frage gehen, wie hoch die Abschläge bei einem Renteneintritt vor dem 70. Lebensjahr ausfallen sollen, heißt es demnach laut „Bild“ in den Kreisen.

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Zugleich wollen die Experten prüfen, wie ein längeres Arbeiten auch über das 70. Lebensjahr hinaus attraktiver gestaltet werden kann. Dem Vernehmen nach ist eine „sehr großzügige“ finanzielle Belohnung für einen späteren Renteneintritt im Gespräch.

Eine Empfehlung könnte bereits im Frühjahr vorliegen. Wie „Bild“ weiter schreibt, soll auch darüber diskutiert werden, ob künftig Beamte und Politiker ebenfalls verpflichtend in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen sollen.