17°

Riesige Lebensmittelverschwendung

Eine aktuelle Studie alarmiert: 61 Prozent der weggeworfenen Lebensmittel stammen aus Privathaushalten, insgesamt sind es fast elf Millionen Tonnen, die von Industrie, Handel und Verbrauchern entsorgt werden. Dabei gibt es ganz neue Wege beim Einkauf oder der Beschaffung von Lebensmitteln. Experten des Versicherers ARAG nennen Alternativen.

Nachernte: Wenn es kein Problem ist, dass Kartoffeln zu klein oder die Gurken krumm sind, kann man den Landwirt fragen, ob man sich an den übrig gebliebenen Lebensmitteln bedienen darf. Einige Bauern laden sogar aktiv zur Nachernte auf ihren Feldern ein.

Beste-Reste-App: Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat eine App entwickelt, mit der man aus den Resten aus dem Kühlschrank eine Mahlzeit zaubern kann. Knapp 700 Reste-Rezepte sind in der Datenbank enthalten.

Too Good To Go: Eine App vom gleichnamigen Berliner Startup-Unternehmen. Verbraucher können so für wenig Geld übrig gebliebene Waren von Restaurants, Hotels, Bäckereien oder Supermärkten bestellen.

Selber Lebensmittel retten: Hier holen Verbraucher regelmäßig Lebensmittel, die entsorgt werden müssten, bei Supermärkten oder auf Großmärkten ab. Dann kann man sie entweder behalten und verbrauchen oder an gemeinnützige Organisationen, in der Nachbarschaft oder über Facebook auch an unbekannte Interessierte geben.

Mindesthaltbarkeitsdatum versus Verbrauchsdatum: Eine bei Verbrauchern beliebte Verwechslung sind Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) und Verbrauchsdatum. MHD bedeutet, bis zu welchem Tag das Lebensmittel bei richtiger Lagerung seine Eigenschaften wie Geruch oder Geschmack behält. In den meisten Fällen ist es aber noch sehr viel länger genießbar.

Foodbox: Man sucht sich aus dem Angebot das Lieblingsrezept aus, das man demnächst zubereiten möchten. Man bekommt dann alle Zutaten per Paketdienst nach Hause geliefert. Die Vorteile: Man erhält nur genau die Waren, die man benötigt. Nachteile: Es fällt beim Versenden möglicherweise Verpackungsmaterial an.

Andreas Reiners

 

Corona im Land und der Region: 28 Neuinfizierte innerhalb 24Stunden

Innerhalb von 24 Stunden hat das Gesundheitsamt in Ludwigsburg drei Neuinfizierte gemeldet. Das hat am Samstag (30. Mai) das Landratsamt mitgeteilt. Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis Ludwigsburg steigt damit auf mindestens 1.767 (Stand: 30. Mai 20, 17.00Uhr). Letzte Woche Samstag (23. Mai) wurde lediglich ein Neufinfizierter gemeldet. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt weiterhin mit 73 (+0) angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 1.667 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 1,6 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst, also derzeit deutlich unter dem festgelegten Grenzwert von 50.

Lage in Baden-Württemberg:

Die Gesundheitsämter in Baden-Württemberg haben am Samstag (30. Mai.) rund 28 Corona-Neuinfizierte binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise mindestens 34.736 in Baden-Württemberg nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt. Gestern wurden 66 Fälle gemeldet. Ungefähr 31.803 Personen sind bereits wieder genesen. Die Zahl der Todesfälle, die im Zusammenhang mit Covid-19 stehen, stieg laut dem Sozialministerium innerhalb von 24 Stunden um 2 auf insgesamt 1.751 an.

Die Reproduktionszahl für Baden-Württemberg wird vom Robert-Koch-Institut mit R 1,03 (Stand: 30. Mai – 19Uhr) angegeben. Gestern lag der Wert bei 0,76.

Darüber hinaus wurden dem Landesgesundheitsamt heute aus den Landkreisen Ortenaukreis und Reutlingen insgesamt 2 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf insgesamt 1.751 an. Unter den Verstorbenen waren 994 Männer und 757 Frauen. Das Alter lag zwischen 18 und 106 Jahren. 65 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red