RKI meldet Rekordneuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist weiter stark angestiegen und hat ein neues Allzeithoch erreicht. So meldeten die Gesundheitsämter an das Robert-Koch-Institut am Donnerstagmorgen +6.638 neue Corona-Infektionen innerhalb von 24 Stunden, so viele Neuinfektionen an einem Tag wie noch nie seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie. Im Vergleich zum Vortag ist das eine Steigerung um mehr als 1.500 neue Fälle. (Stand: 15.10.) Nie zuvor waren die Werte in Deutschland so hoch wie aktuell, allerdings sind die Zahlen nur eingeschränkt miteinander vergleichbar, weil mittlerweile deutlich mehr getestet wird und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut RKI mindestens 341.223 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.710. Das sind 33 mehr als ein Tag zuvor. Rund 284.600 (+2.700) Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. (Stand: 15.10.)

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Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Dienstag bei 1,04 (Vortag: 1,18)

red

Kritik an Zulassungsstellen in Deutschland wird lauter

Bei den deutschen Zulassungsstellen liegt laut Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und IG Metall noch immer vieles im Argen. Sie kritisieren in einer gemeinsamen Initiative eingeschränkte Öffnungszeiten, zu wenige verfügbare Termine und deshalb lange Warte- und Bearbeitungszeiten.

Der Zulassungsstau muss weg, so die Forderung. Gestützt wird diese vom Ergebnis einer Umfrage unter knapp 1.400 Kfz-Betrieben. Dabei vergeben über die Hälfte der Befragten (52 Prozent) für die allgemeine Situation in der Fahrzeugzulassung die Schulnoten 4 oder 5.

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“Die Wartezeit kostet sowohl Händler als auch Kunden bares Geld. Die zuständige kommunale Politik muss dringend tätig werden und diesen Zustand beenden”, fordert Ralf Kutzner von der IG Metall. “Hier entsteht unnötiger Druck auf die gesamte Automobilbranche, vom Hersteller bis zum Händler. Insbesondere die Mitarbeiter im Kfz-Handel werden durch die unbefriedigende Situation zusätzlich stark belastet.”

Nicht einmal ein Drittel der befragten Betriebe hat, nach der Buchung sofort einen Termin bei einer Zulassungsstelle erhalten, fast die Hälfte wartet zwischen drei Tagen und einer Woche. Und auch die Bearbeitungszeit kann sich ziehen. Fast die Hälfte der Befragten spricht von einer Dauer von drei Tagen und länger.

Die Folge der langen Bearbeitungszeiten: Bereits verkaufte Fahrzeuge müssen durch den Händler zwischenfinanziert werden. Je nach Preis und Anzahl der Fahrzeuge schmälert das die sowieso knappen Margen erheblich.

Der ZDK fordert deshalb, moderne Technik zu nutzen: “Das Kraftfahrzeuggewerbe setzt sich für die digitale Zulassung im Autohaus ein. Dadurch können die Kfz-Betriebe die Behörden entlasten. Das ist auch im Interesse der Kunden.” Solange eine Zulassung im Autohaus aber noch nicht möglich sei, sollten die zuständigen Behörden alles tun, um die Wartezeiten für Kunden und Autohändler in den Zulassungsstellen erträglich zu gestalten, so ZDK-Präsident Jürgen Karpinski.

Für die Autokäufer kommt ein weiteres Problem hinzu. Weil die Zulassungsstellen in der Regel am 23. Dezember schließen, laufen sie Gefahr, wegen der schleppenden Zulassungen nicht mehr von der bis zum Jahresende befristeten Reduzierung der Mehrwertsteuer zu profitieren. Daher appellieren ZDK und IG Metall nachdrücklich an die zuständigen Behörden, dafür zu sorgen, dass auch vom 28. bis 30. Dezember Kraftfahrzeuge zugelassen werden können.

Rudolf Huber / glp