
Von Lea Brandt – 15.44 Uhr
Leonberg/Ludwigsburg. Für Pendler und Reisende bleibt der Engelbergtunnel ein Nadelöhr. Nur einen Tag nach der teilweisen Freigabe der Weströhre musste die Autobahn GmbH die Rampe von der A8 aus Richtung Karlsruhe in den Engelbergtunnel wieder sperren. Grund ist ein erneuter Defekt an einem Abluftlüfter.
Erst am Montag war der übergeleitete Fahrstreifen von der A8 in die Weströhre freigegeben worden. Damit konnte der Verkehr dort im Gegenverkehr laufen. Vor dem Pfingstreiseverkehr sollte sogar noch eine dritte Fahrspur geöffnet werden. Daraus wird nun vorerst nichts.
Die Rampe ist seit Dienstagabend, 20 Uhr, wieder geschlossen. Der Verkehr von der A8 wird erneut über die Anschlussstelle Leonberg-Ost in die Oströhre geleitet.
Sicherheit geht vor Tempo
Nach dem Lkw-Großbrand im März war die Weströhre des Engelbergtunnels komplett gesperrt worden. Vor der teilweisen Freigabe hatte es nach Angaben der Autobahn GmbH umfangreiche Sicherheitstests gegeben. Wegen des Gegenverkehrs wurden die Prüfintervalle zusätzlich verkürzt. Die Anlagen werden nun alle zwei Tage kontrolliert.
Bei einer dieser Prüfungen fiel der erneute Defekt auf. „Wir selbst sind maximal ernüchtert, dass wir nicht wie geplant zum Pfingstreiseverkehr öffnen können“, sagt Christine Baur-Fewson, Direktorin der Autobahn GmbH Niederlassung Südwest. „Denn wir wissen, wie nervend und belastend die lange Sperre für Pendler und Anrainer ist. Nichts wäre uns lieber, als hier eine schnelle Lösung zu präsentieren. Aber die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden steht über allem!“
Ursache noch unklar
Derzeit suchen Fachleute der Autobahn GmbH gemeinsam mit externen Sachverständigen nach der Ursache. Nach Angaben der Behörde wurden verschiedene mögliche Ursachen identifiziert und deren Behebung überprüft. Solange nicht zweifelsfrei feststeht, was den Defekt auslöst, ist unklar, wann die Rampe wieder geöffnet werden kann.
Bis auf Weiteres bleibt die aktuelle Verkehrsführung bestehen: Zwei Fahrspuren führen von Heilbronn kommend durch die Weströhre in Richtung Karlsruhe und München. Zwei weitere Spuren führen von Stuttgart kommend durch die Oströhre in Richtung Heilbronn.
Die Lkw-Thermoscanner vor der Weströhre bleiben weiter in Betrieb. Die nächtlichen Sperrungen und Umleitungen über die Anrainergemeinden entfallen dagegen.

