Rüstungskonzern plant Wiederaufnahme der Taurus-Produktion – Bundeswehr modernisiert Bestände

Der Rüstungskonzern MBDA bereitet sich auf eine mögliche Wiederaufnahme der Produktion des Marschflugkörpers Taurus vor. Die Bundeswehr lässt ihre 600 gelagerten Exemplare modernisieren – und könnte bald neue ordern. Der Taurus gilt als zentrale Waffe für präzise Schläge tief im gegnerischen Gebiet. Eine Beauftragung durch die Bundesregierung steht noch aus.

 Schrobenhausen (red) – Der Rüstungskonzern MBDA bereitet sich auf eine Wiederaufnahme der Produktion des Marschflugkörpers „Taurus“ vor. „Wir stehen bereit, die Produktion umgehend anzustoßen, wenn eine Beauftragung durch den Kunden erfolgt“, sagte Thomas Gottschild, Geschäftsführer der MBDA-Deutschland dem „Handelsblatt“ am Freitag.

ANZEIGE

„Derzeit wird auf Basis der Ende 2024 verabschiedeten Beauftragung der Bestand der Bundeswehr modernisiert und umfassend gewartet“, sagte Gottschild. „Der Taurus wird weiter eine zentrale Rolle spielen, wenn es um Abstandswaffen geht, die tief in das gegnerische Hinterland treffen können.“

Die Bundeswehr hat 2010 den letzten Taurus erhalten. Außer Deutschland haben auch Schweden, Südkorea und Spanien die Waffe angeschafft, aber nie eingesetzt. 600 Stück sollen in den Depots der Bundeswehr lagern, MBDA macht diese alten Bestände nun wieder einsatzbereit.