Scheiden tut weh: Wer kriegt das Haus?

Wenn Ehen in die Brüche gehen, tobt oft ein erbitterter Streit. Dabei dreht sich vieles um die Finanzen. Wer darf im Haus wohnen bleiben, wer muss gehen? Wer muss in welcher Höhe den Baukredit abbezahlen? Oder lohnt sich womöglich der Verkauf? Experten klären auf.

Existiert kein Ehevertrag, ist eine Ehe eine sogenannte Zugewinngemeinschaft. Das heißt, dass das während der Ehe erwirtschaftete Vermögen bei einer Scheidung unter den Eheleuten ausgeglichen wird. Dabei ist unerheblich, wer wie viel zum Vermögenszuwachs beigesteuert hat. Bei einer Scheidung muss derjenige Partner, der mehr erwirtschaftet hat, die Differenz zum Vermögenszuwachs des anderen hälftig ausgleichen.

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Hat das Ehepaar während der Ehe ein Haus erworben, gehört diese Immobilie selbstverständlich als Vermögenswert zum Zugewinn. Wenn allerdings Erbschaften oder Schenkungen an den einen Ehepartner in die Hausfinanzierung mit einfließen, raten die Experten dringend dazu, diese Summen notariell zu fixieren. So kann im Scheidungsfall gewährleistet werden, dass das Geld bei der Berechnung des Zugewinns nur dem Beschenkten in voller Höhe angerechnet wird.

Ob das Haus im Scheidungsfall besser verkauft, von einem der beiden Ehepartner weiterhin bewohnt oder gar als Wohngemeinschaft behalten werden soll, muss das Paar gemeinsam entscheiden. Beide haben das Recht, im Haus wohnen zu bleiben. Selbst, wenn nur einer der Partner im Grundbuch steht, darf er vor der Scheidung nicht eigenständig bestimmen, was mit der Immobilie geschieht.

Bleibt einer der Partner im Haus wohnen, muss er den anderen ausbezahlen. Ob in einer Summe oder in Raten, bleibt den Beteiligten überlassen. Bis es soweit ist, erhält derjenige, der seinen Anteil übertragen hat, als Sicherheit einen Vollstreckungsanspruch. Überschrieben wird die Immobilie erst, wenn der ehemalige Partner komplett ausbezahlt wurde.

Ralf Loweg / glp

Bei Herzschwäche besteht Handlungsbedarf

Eine beginnende Herzinsuffizienz muss behandelt werden. Denn sie kann schnell voranschreiten und den gesamten Körper immer weiter schwächen. Erste Anzeichen können Erschöpfung, Brustenge oder Luftnot beim Treppensteigen oder Bergaufgehen sein – sie werden oft mit Alterserscheinungen verwechselt.

Heilen kann man die Herzinsuffizienz zwar nicht, doch das Fortschreiten der Erkrankung kann deutlich verlangsamt werden, wenn es früh genug erkannt wird. Für wen Stufengehen beschwerlich wird oder wer allgemein eine verringerte Leistungsfähigkeit und verstärkte Müdigkeit beobachtet, für den gilt: Unbedingt für einen Check-up den Arzt aufsuchen. Bis zum Termin kann ein Symptomcheck zum Beispiel auf www.herzklappenhilfe.de erste Hinweise liefern, ob eine Herzschwäche vorliegt.

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Doch nicht nur bei den ersten Symptomen sei der Arztbesuch ein Muss, sagen Experten. Auch in Zeiten von Corona und der beginnenden Erkältungssaison seien regelmäßige Arztbesuche für Menschen mit Herzinsuffizienz wichtig. Denn in allen Stadien der Erkrankung stünden effektive Behandlungs- und Diagnostikmethoden zur Verfügung.

Das Befinden verbessern kann zum Beispiel eine Herzklappenreparatur. Zu den privaten Anbietern gehört das Unternehmen Abbott mit mehreren Therapieansätzen für Patienten mit Herzinsuffizienz – bis hin zu Alternativen zu einer Herztransplantation. “HeartMate 3” von Abbott etwa ist ein Herzunterstützungssystem, das die verminderte Leistung des Herzens ausgleichen soll.

Umfangreiche weiterführende Informationen für Patienten und deren Angehörige bieten die diesjährigen Herzwochen der Deutschen Herzstiftung vom 1.bis 30. November 2020 mit vielen digitalen Angeboten zum Thema Herzinsuffizienz.

Lars Wallerang / glp