Schlägerei in Ludwigsburg: Onkel und Neffe geraten sich wegen Frisur in die Haare

Vermutlich wegen unterschiedlichen Auffassungen die Haartracht betreffend, kam es am Donnerstagabend im Bereich der Bundesstraße 27 auf Höhe der Monreposstraße in Eglosheim zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen verwandten Männern.

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Gegen 22.30 Uhr alarmierte ein Zeuge die Polizei, da sich auf der Straße mehrere Männer schlugen und eine Person verletzt sei. Die Beamten des Polizeireviers Ludwigsburg stellten vor Ort schließlich fest, dass ein 43 Jahre alter Mann mit seinem 19-jährigen Neffen in Streit geraten war, da sich dieser vom Onkel nicht die Haare schneiden lassen wollte. Der 43-Jährige hielt diese wohl für zu lang und wollte diese gegen den Willen des Neffen abschneiden. Dieser flüchtete in Richtung der B 27, wo es zu Handgreiflichkeiten zwischen ihm und dem 43-Jährigen kam. Der 17 Jahre alte Cousin bzw. Sohn versuchte zu schlichten und wurde hierbei selbst in die Auseinandersetzung mithineingezogen. Die beiden jungen Männer erlitten beide Verletzungen. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

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Einkommen verlieren Rennen gegen Mietpreise

Die Entwicklung der Arbeitseinkommen kann mit den Preissteigerung von Wohnungsmieten nicht mehr Schritt halten. Das gilt vor allem für die Situation in Großstädten. Dort ist die Miete für Familien zu einer hohen finanziellen Belastung geworden.

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Eine Analyse von immowelt zur Mietbelastung einer 4-köpfigen Familie bei Neuvermietung verdeutlicht das: In mehr als jeder zweiten deutschen Großstadt müssen Arbeitnehmer mit anerkanntem Berufsabschluss für eine familientaugliche Wohnung mindestens ein Viertel des Haushaltsnettoeinkommens für die Miete ausgeben.

In 46 von 79 untersuchten Städten müssen der Analyse zufolge Familien, bei denen beide Eltern einen anerkannten Berufsabschluss haben, mehr als ein Viertel des Nettoeinkommens für die Neuanmietung einer Wohnung ausgeben. In 16 Städten liegt der Anteil sogar bei 30 Prozent und mehr.

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Haben beide Elternteile hingegen keinen Berufsabschluss, ist das Großstadtleben nur sehr schwer zu finanzieren. Dann liegt die monatliche Belastung in 72 Städten über 25 Prozent und in 52 Städten über 30 Prozent. Die Folge: Viele Menschen mit niedrigen Einkommen müssen aus den Städten wegziehen oder sind auf Wohngeld angewiesen.

Am schwierigsten haben es Familien in Städten, in denen die Schere zwischen Mieten und Einkommen immer weiter aufgegangen ist. In München beläuft sich die mittlere Angebotsmiete für eine 80 bis 120 Quadratmeter große Wohnung auf 1.750 Euro plus Nebenkosten. In Berlin sind die Mieten in den vergangenen Jahren so stark gestiegen, dass die Hauptstadt inzwischen auf Platz 3 im Preisranking liegt. Familientaugliche Mietwohnungen kosten aktuell im Median 1.360 Euro.

Im Gehaltsranking liegt Berlin deutschlandweit allerdings nach wie vor am unteren Ende. Da die Mieten viel stärker als die Einkommen gestiegen sind, ist die Schere immer weiter aufgegangen. Die Folge: Eine Familie mit einem Voll- und einem Halbverdiener jeweils ohne Berufsabschluss muss die Hälfte des Einkommens aufwenden, mit einem anerkannten Berufsabschluss sind es 42 Prozent und mit Hochschulabschluss 31 Prozent.

Bezahlbaren Wohnraum finden Familien hingegen im Ruhrgebiet. Mit Berufsabschluss beträgt die Mietbelastung in Duisburg und Herne unter 20 Prozent. Selbst für Elternteile ohne Berufsabschluss sind die Mieten in den Großstädten des Ruhrgebiets noch so günstig, dass die Wohnkostenquote die 25-Prozent-Marke nicht übersteigt.

Lars Wallerang / glp