
Ab März tauschen die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim schrittweise analoge Wasserzähler gegen digitale, funkbasierte Modelle aus. Die Geräte erfassen den Verbrauch per Ultraschall, senden die Daten verschlüsselt an die SWLB und sollen Leckagen schneller erkennbar machen. Für Haushalte bleibt der Austausch kostenneutral.
Von Redaktion – 09.10 Uhr
Ludwigsburg/Kornwestheim. Die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB) stellen schrittweise auf digitale Wasserzähler um. Wie das Unternehmen mitteilt, sollen ab März analoge Geräte durch moderne, funkbasierte Modelle ersetzt werden. Ziel sei es, den Wasserverbrauch transparenter zu machen, Abläufe zu automatisieren und die Infrastruktur weiter zu modernisieren.
Nach Angaben der SWLB werden Wasserzähler turnusmäßig alle sechs Jahre ausgetauscht. „In Haushalten, in denen der Tausch ansteht, werden wir nach und nach digitale Zähler einbauen“, kündigt Daniel Rebel, Abteilungsleiter Messwesen bei der SWLB, an. Die neuen Geräte arbeiten mit Ultraschallsignalen. „Der Wasserfluss wird mithilfe von Ultraschallsignalen erfasst. Aus deren Laufzeit wird der aktuelle Durchfluss berechnet. Da die Messung ohne bewegliche Bauteile erfolgt, arbeitet der Zähler verschleißfrei und dauerhaft genau – auch bei sehr geringen Wasserverbräuchen.“
Die Messdaten würden im Gerät gespeichert und einmal pro Monat automatisch sowie verschlüsselt an die SWLB übermittelt. Zum Einsatz kämen Funktechnologien wie LoRaWAN oder wM-Bus. Eine manuelle Ablesung vor Ort sei damit in den meisten Fällen nicht mehr erforderlich. Zugleich könnten ungewöhnliche Verbrauchsmuster schneller erkannt und mögliche Leckagen frühzeitig festgestellt werden, heißt es.
„Der Austausch der Wasserzähler ist ein Baustein unserer umfassenden Digitalisierungsstrategie, die auch zum Ziel hat, möglichst viele wiederkehrende Prozesse effizienter zu gestalten und zu automatisieren“, erklärt SWLB-Geschäftsführer Christian Schneider. Für die kommenden Jahre plane das Unternehmen Investitionen von rund 600.000 Euro jährlich in digitale Wasserzähler. Für Kundinnen und Kunden bleibe der Austausch kostenneutral, da Anschaffung und Installation über den Wasserpreis abgedeckt seien, so Rebel.
Sollte ein vorgesehenes Stichprobenverfahren erfolgreich verlaufen, hofft die SWLB, die Eichfrist der Zähler künftig auf bis zu zwölf Jahre verlängern zu können.
Weitere Informationen stellt das Unternehmen auf seiner Internetseite bereit.



