Schneefall-Chaos: 65 Unfälle im Landkreis Ludwigsburg und den Nachbarkreisen – 560.000 Euro Schaden

Heftiger Schneefall hat im Raum Ludwigsburg seit Donnerstagabend zahlreiche Verkehrsunfälle ausgelöst. Innerhalb weniger Stunden registrierte die Polizei 65 Unfälle, davon 21 auf den Autobahnen. Verletzt wurde zwar niemand, doch der entstandene Sachschaden summiert sich auf rund 560.000 Euro. Besonders betroffen waren Übergänge zur A8, die zeitweise vollständig gesperrt werden mussten. Das Technische Hilfswerk rückte zur Unterstützung an. Die Polizei rechnet im weiteren Tagesverlauf mit zusätzlichen Unfallmeldungen und warnt vor weiterhin schwierigen Straßenverhältnissen.

Von Lea Brandt . 09.42 Uhr 

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Ludwigsburg. Heftige Schneefälle haben seit Donnerstagabend (25. Januar 2026) für zahlreiche Unfälle auf den Straßen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Ludwigsburg gesorgt. Zwischen 20 Uhr und Freitagmorgen registrierte die Polizei insgesamt 65 Verkehrsunfälle, darunter 21 auf den Autobahnen. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde glücklicherweise niemand verletzt – der Sachschaden summiert sich jedoch auf rund 560.000 Euro.

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Autobahnen besonders betroffen – THW im Einsatz

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Vor allem auf den Autobahnen war die Lage angespannt. In der Nacht mussten zwei wichtige Übergänge zur A8 in Fahrtrichtung München zeitweise voll gesperrt werden: die Überleitung der B313 bei Wendlingen sowie die Parallelfahrbahn an der Anschlussstelle Stuttgart-Möhringen. Mehrere Fahrzeuge hatten sich dort festgefahren. Unterstützt wurden die Polizeikräfte dabei vom Technischen Hilfswerk (THW), das mit einem Schneeketten-ausgestatteten Gerätekraftwagen anrückte, um Unfallstellen abzusichern und Fahrzeuge abzuschleppen.

Audi-Fahrer ignoriert Baustelle – 30.000 Euro Schaden

Einen besonders dreisten Vorfall meldet die Polizei von der BAB 8 bei Leonberg: Ein 35-jähriger Fahrer eines Audi S5 ignorierte kurz nach Mitternacht die wegen Bauarbeiten gesperrte Überleitung zur BAB 81, schob Absperrmaterial zur Seite und fuhr verbotswidrig weiter – bis er in einer Engstelle mit der mobilen Schutzplanke kollidierte. Der Wagen wurde schwer beschädigt, der Fahrer blieb unverletzt, doch der Sachschaden wird auf 30.000 Euro geschätzt.

Polizei rechnet mit weiteren Unfallmeldungen

Wie die Einsatzkräfte berichten, sei im Laufe des Tages – insbesondere während des morgendlichen Berufsverkehrs – mit weiteren Unfällen zu rechnen. Zudem geht die Polizei von einer erheblichen Dunkelziffer nicht gemeldeter Unfallfluchten aus – etwa durch beschädigte Leitplanken, Verkehrsschilder oder geparkte Fahrzeuge.