Schockanruf: 78-jährige Ludwigsburgerin wird um 40.000 Euro betrogen

40.000 Euro haben unbekannte Täter mit der “Schockanruf”-Masche am Donnerstag von einer 78-jährigen Frau in Ludwigsburg erbeutet. Am späten Vormittag hatte sich zunächst ein männlicher Anrufer bei ihr gemeldet und berichtet, dass ihre Tochter einen schweren Unfall verursacht hatte. Aufgrund fehlenden Versicherungsschutzes müsse sie nun 58.000 Euro aus eigener Tasche bezahlen oder ersatzweise ins Gefängnis. Als die 78-jährige ihre Tochter sprechen wollte, übergab der Unbekannte an eine weinende Frau, von der das Opfer annahm, dass es sich tatsächlich um ihre Tochter handelt. Nachdem sie sich nunmehr bereit erklärte, sich mit 40.000 Euro am Schadensausgleich zu beteiligen, wurde eine Geldabholung bei der Frau zu Hause vereinbart. Nach mehreren weiteren Anrufen klingelte der beauftragte “Herr Schwab” an der Haustür und nahm das Geld in Empfang. Erst eine Stunde später rief die 78-Jährige selbst bei ihrer Tochter an und der Betrug wurde erkannt.

So wenig Verkehrstote wie noch nie

 Autos werden immer sicherer. Und das lässt sich jetzt auch eindrucksvoll an Zahlen ablesen. Im Jahr 2019 starben laut vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamts (Destatis) 3.059 Menschen im Straßenverkehr. Eines vorweg: Natürlich ist jeder Tote einer zuviel. Aber: Im Vergleich zu 2018 ist das ein Rückgang um deutliche 6,6 Prozent. Das bedeutet: Damit gab es seit der Erfassung von Verkehrsunfällen vor über 60 Jahren nie weniger Verkehrstote in einem Jahr. Auch die Zahl der Verletzten sank um drei Prozent auf 384.000.

“Noch nie mussten so wenige Menschen im Straßenverkehr Ihr Leben lassen. Das ist erfreulich und zeigt, wie wichtig eine gute Präventionsarbeit ist”, sagt Prof. Klaus Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht (DVW).

Rund 2,7 Millionen Unfälle registrierte die Polizei 2019, das entspricht einem Plus von 1,9 Prozent. Damit ereignete sich laut der Statistiker etwa alle zwölf Sekunden ein Unfall auf Deutschlands Straßen. Bodewig merkt daher auch kritisch an: “Die Unfallzahlen sind insgesamt zu hoch. Besonders Radverkehr bleibt eine Herausforderung. Hier dürfen wir nicht nachlassen.”

Ralf Loweg