
Die ersten Photovoltaik-Projekte der Energiewende Region Ludwigsburg sind gestartet. Auf zwei Schulen produzieren neue Solaranlagen nun Strom für den Eigenbedarf und speisen zusätzlich Energie ins Netz ein. Weitere Projekte sind bereits geplant.
Von Lea Brandt – 08.18 Uhr
Ludwigsburg/Kornwestheim. Die Energiewende in der Region bekommt sichtbaren Rückenwind: Die ersten beiden Photovoltaik-Projekte der Energiewende Region Ludwigsburg (EWLB) sind erfolgreich ans Netz gegangen. Die Anlagen befinden sich auf der Erich-Bracher-Schule in Pattonville sowie auf der Waldorfschule in Ludwigsburg.
Hinter dem Projekt steht die Initiative „Kollekt“, mit der die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB) gemeinsam mit der Kreissparkasse Ludwigsburg den Ausbau von Photovoltaik in der Region vorantreiben wollen. Ziel ist es, möglichst viele öffentliche und private Dach- sowie Freiflächen für die Stromerzeugung zu erschließen.
„Wir freuen uns, dass unsere Initiative erste Früchte trägt und wir mit einer installierten Leistung von insgesamt rund 350 Kilowatt-Peak nicht nur zur Stromversorgung der beiden Schulen beitragen, sondern zusätzlich Energie ins Netz einspeisen können“, erklärt EWLB-Geschäftsführer Dr. Denis Wohlfeld. Die Projekte seien zugleich ein Signal für die Rolle kommunaler Gebäude: „Durch effiziente Technik, langfristig gesicherte Betriebsführung und nachhaltige Investitionen liefern die Anlagen ökologischen und wirtschaftlichen Nutzen und setzen ein klares Signal für klimafreundliche Infrastruktur.“
Die Umsetzung erfolgte teilweise während des laufenden Schulbetriebs. „Gemeinsam mit den beauftragten Fachunternehmen ist es uns aber sehr gut gelungen, die Arbeiten relativ ’geräuscharm‘ zu halten und den laufenden Schulbetrieb nicht zu beeinträchtigen“, so Projektleiter David Scherschlicht von den SWLB.
Das größere der beiden Projekte entstand an der Erich-Bracher-Schule, wo nach einer Dachsanierung rund 200 Kilowatt-Peak installiert wurden. Das Investitionsvolumen lag bei etwa 340.000 Euro. An der Waldorfschule wurden für rund 190.000 Euro weitere 150 Kilowatt-Peak realisiert – hier musste die neue Anlage mit einer bestehenden PV-Anlage abgestimmt werden.
Beide Anlagen werden im sogenannten Contracting-Modell betrieben und gehören der EWLB. „Das unternehmerische Risiko verbleibt daher bei uns und die praktische Arbeit übernimmt die SWLB als unser Dienstleister – für die Schulen als Contracting-Nehmer hält sich der Aufwand in überschaubaren Grenzen. Allerdings profitieren sie neben einer Pacht auch von vergünstigen Strompreisen“, erläutert Wohlfeld.
Nach dem erfolgreichen Start blickt die Initiative bereits nach vorne: „Weitere Projekte sind bereits in Planung. Gemäß unserem Motto „Jede Fläche zählt“ freuen wir uns aber über jede zusätzliche Anfrage, sowohl vonseiten der öffentlichen Hand wie auch von Privatpersonen“, so Wohlfeld.

