Schulwegkontrollen im Kreis Ludwigsburg – vor allem Erwachsene fallen negativ auf

Mehr als 30 Schulwegkontrollen hat die Polizei seit Beginn des neuen Schuljahres im Landkreis Ludwigsburg durchgeführt. Während sich die Schulkinder nach Angaben der Polizei meist an die Regeln hielten, fielen vor allem Erwachsene negativ auf. Probleme verursachten unter anderem sogenannte Elterntaxis, ungesicherte Kinder im Auto und Verstöße rund um E-Scooter.

Von der Redaktion (lb) – 08.18 Uhr

ANZEIGE

Kreis Ludwigsburg. Seit Beginn des neuen Schuljahres kontrolliert die Polizei verstärkt die Schulwege in den Landkreisen Ludwigsburg und Böblingen. Mehr als 50 Kontrollaktionen wurden seit Montag, 14. September, durchgeführt, davon über 30 im Landkreis Ludwigsburg und rund 20 im Landkreis Böblingen.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Ludwigsburg geht es bei den Aktionen vor allem darum, durch Präsenz und Gespräche die Sicherheit von Schülerinnen und Schülern auf ihrem täglichen Schulweg zu erhöhen. Hintergrund ist auch, dass die Zahl der Schulwegunfälle im vergangenen Jahr wieder gestiegen war.

ANZEIGE

Die bisherige Bilanz fällt nach Angaben der Polizei überwiegend positiv aus. Die Einsatzkräfte führten zahlreiche Gespräche mit Kindern und Eltern, beantworteten Fragen und überprüften unter anderem Fahrräder und E-Scooter auf ihre Verkehrssicherheit.

Verstöße stellten die Beamten dennoch fest. Dabei waren es laut Polizei vor allem Erwachsene, die negativ auffielen. In mehreren Fällen wurden Kinder im Auto nicht ausreichend gesichert. Eltern beförderten ihre Kinder zudem verbotswidrig auf E-Scootern zur Schule.

Probleme bereiteten auch sogenannte Elterntaxis. Das erhöhte Verkehrsaufkommen führte nach Angaben der Polizei wiederholt zu gefährlichen Situationen im Umfeld von Schulen. Mehrfach mussten die Einsatzkräfte verhindern, dass auf Geh- und Radwegen geparkt oder gehalten wurde und dadurch Kinder und Jugendliche gefährdet wurden. Teilweise sprach die Polizei Verwarnungsgelder aus.

Auch bei E-Scootern stellten die Beamten verschiedene Verstöße fest. Dazu gehörten Fahrer, die das vorgeschriebene Mindestalter von 14 Jahren noch nicht erreicht hatten, das Fahren zu zweit, fehlender Versicherungsschutz sowie Fahrzeuge ohne erforderliche Zulassung für den Straßenverkehr.

Die Polizei appelliert deshalb an Eltern, Kinder unter 14 Jahren nicht mit E-Scootern fahren zu lassen und beim Kauf auf eine gültige allgemeine Betriebserlaubnis zu achten. Zudem ist für die Nutzung im öffentlichen Straßenverkehr eine Haftpflichtversicherung erforderlich. Eltern sollten mit ihren Kindern außerdem die Verkehrsregeln und das richtige Verhalten mit E-Scootern besprechen.

Die verstärkten Schulwegkontrollen waren nach dem Start des Schuljahres 2026/2027 am 14. September angelaufen.


Verwendete Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg