
Von Lea Brandt – 07.48 Uhr
Besigheim. In Besigheim sollen Mehlschwalben wieder mehr Platz zum Brüten finden. Am Rand des Enzparks wurde dafür ein neues Schwalbenhaus mit 44 Kunstnestern aufgestellt. Das Projekt soll helfen, den Bestand der Tiere zu sichern, der in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist.
Umgesetzt wurde das Schwalbenhaus vom BUND Bezirksverband Stromberg-Neckartal gemeinsam mit der Stadt Besigheim. Unterstützt wurde das Projekt von der NABU-Ortsgruppe Neckar-Enz sowie der Stiftung Umwelt- und Naturschutz der Kreissparkasse Ludwigsburg (KSKLB). Das Fundament stellte das Besigheimer Bauunternehmen Karl Köhler GmbH unentgeltlich her.
Hintergrund ist ein praktisches Problem: Mehlschwalben bauen ihre Nester bevorzugt an Hausfassaden. Weil es dort immer wieder zu Verschmutzungen kommt, werden Nester an Gebäuden häufig nicht geduldet. Kotbretter unter den Nestern haben sich laut Mitteilung nicht bewährt, weil sie teilweise von Tauben als Brutplatz genutzt werden.
44 Kunstnester am Enzpark
Mit dem neuen Schwalbenhaus sollen die Vögel nun eine Alternative bekommen. Bei einer Einweihungsfeier wurde am Freitag zudem eine Informationstafel angebracht. Teilgenommen haben Vertreterinnen und Vertreter des BUND, der Stadtverwaltung und der Förderer.
„Mit diesem Nistplatzangebot kann ein wichtiger Beitrag zur Biodiversität in Besigheim geleistet werden. Der Mehlschwalbenbestand hatte in den letzten Jahren aufgrund des zunehmenden Nistplatzmangels stark abgenommen“, erklärte Isabel Kurz, Pressesprecherin der Kreissparkasse.
Nach Angaben der KSKLB unterstützt sie den BUND seit 2005 beim Mehlschwalben- und Mauersegler-Schutz mit insgesamt fast 20.000 Euro. Der BUND hofft nun, dass die Mehlschwalben das neue Angebot schnell entdecken und annehmen.

