
Bei einem schweren Zugunglück im Süden Spaniens sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen, zahlreiche weitere wurden verletzt. In der Nähe von Córdoba entgleisten zwei Hochgeschwindigkeitszüge, einer davon geriet auf die Gleise eines entgegenkommenden Zuges. Die Ursache ist noch unklar, der Bahnverkehr zwischen Andalusien und Madrid wurde vollständig eingestellt. Rettungskräfte berichten von chaotischen Szenen am Unglücksort.
Von Hendrik Paul – 23.26 Uhr
Madrid – In Spanien sind mindestens zehn Menschen bei einem Zugunglück ums Leben gekommen, mindestens 25 Menschen sollen schwer verletzt worden sein.In Adamuz bei Córdoba im Süden des Landes waren zwei Hochgeschwindigkeitszüge entgleist. Der Zugverkehr zwischen Andalusien und Madrid wurde eingestellt.
Zunächst war kurz nach 19:30 Uhr ein Zug des privaten Bahnbetreibers Iryo entgleist und auf die Gleise eines entgegenkommenden Alvia-Zuges geraten. Allein der Iryo-Zug soll rund 300 Personen befördert haben – Todesopfer gab es aber in beiden Zügen. Die Ursache der Entgleisung ist derzeit unbekannt.
Rettungskräfte berichteten von einer entsetzlichen Situation am Unglücksort. Betroffen waren aber nur bestimmte Waggons. Manche Passagiere aus anderen Zugteilen konnten offenbar weitgehend unversehrt aussteigen und irrten in der Gegend herum, wie lokale Medien berichteten.



