
Seit Einführung erweiterter Grenzkontrollen wurden über 28.000 Menschen an der Einreise gehindert. Gleichzeitig ist die Zahl der Asylanträge deutlich zurückgegangen.
Von Hendrik Paul – 07.26 Uhr
Berlin. Seit der Einführung erweiterter Grenzkontrollen im Mai 2025 hat die Bundespolizei mehr als 28.000 irreguläre Migranten an der Einreise nach Deutschland gehindert. Das berichtet der „Focus“ unter Berufung auf Zahlen des Bundesinnenministeriums.
Demnach wurden bis zum 7. April 2026 insgesamt 28.684 Personen an den Grenzen zurückgewiesen. Unter ihnen befanden sich 1.242 Asylsuchende.
Gleichzeitig wurde 1.104 Personen die Einreise erlaubt, da sie als besonders schutzbedürftig galten – darunter etwa unbegleitete Minderjährige.
Asylzahlen deutlich gesunken
Parallel dazu ist die Zahl der Asylanträge deutlich zurückgegangen. Zwischen Mai 2025 und März 2026 wurden laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) 85.280 Asylerstanträge gestellt.
Im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres lag die Zahl noch bei 181.337 Anträgen – ein Rückgang um rund 53 Prozent.
Einordnung bleibt schwierig
Trotz des deutlichen Rückgangs lässt sich nicht eindeutig klären, wie viele Menschen trotz Zurückweisungen weiterhin nach Deutschland einreisen.
Nach Angaben des Bundesinnenministeriums liegen keine Zahlen dazu vor, wie viele Asylbewerber zuvor bereits an der Grenze abgewiesen wurden und später erneut eingereist sind.

