SGV Freibergs Frischzellenkur schlägt gnadenlos zu: Lushtaku-Elf dominiert beim Auftaktsieg gegen Freiburg

Von Ayhan Güneş

Mit 19 Neuzugängen und einem Team im Umbruch gelingt dem SGV Freiberg ein überzeugender Start in die neue Regionalliga-Saison: Gegen die U23 des SC Freiburg siegt das Team von Trainer Kushtrim Lushtaku verdient mit 3:0. Doppelpacker Marius Köhl und ein starker Teamgeist sorgen für die ersten Punkte – und machen Mut für das anstehende Pokalspiel gegen Heilbronn.

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Freiberg am Neckar – Wo andere noch nach der richtigen Formation suchen, scheint der SGV Freiberg bereits eine funktionierende Einheit gefunden zu haben. Mit 19 Neuzugängen und nur drei verbliebenen Spielern aus der Vorsaison stand am Samstag gegen die Reserve des SC Freiburg ein weitgehend neues Team auf dem Platz – doch die Mannschaft von Trainer Kushtrim Lushtaku präsentierte sich eingespielt und effektiv – und das in einem Team, das sich fast komplett neu formieren musste.

Gleich zu Beginn zeigte der Gastgeber, dass er mehr als nur ein Aufbauprojekt ist. Die Freiberger suchten den direkten Weg zum Tor, blieben in den Zweikämpfen präsent und erarbeiteten sich erste Chancen. Auch wenn der erste Durchgang über weite Strecken ausgeglichen verlief, war es letztlich eine starke Einzelaktion, die den Unterschied machte: In der 39. Minute setzte sich Marius Köhl energisch durch, zog nach einem Steckpass in den Strafraum und vollendete wuchtig zum verdienten 1:0.

Rote Karte und Freibergs Schlussoffensive

Nach dem Seitenwechsel blieb Freiberg spielbestimmend – und bekam zusätzlich Rückenwind durch eine Gelb-Rote Karte für Freiburgs Atemkeng (65.). Spätestens jetzt kippte das Spiel vollends zugunsten der Gastgeber, die in der Folge konsequent nachlegten: Zunächst erhöhte Aris Malaj nach einer Balleroberung und präzisem Zuspiel in der 76. Minute auf 2:0. Nur drei Minuten später sorgte erneut Marius Köhl mit seinem zweiten Treffer für die endgültige Entscheidung – diesmal per Grätsche am zweiten Pfosten nach flacher Hereingabe von rechts (79.).

Lushtaku lobt Teamgeist – und warnt vor Pokalgegner Heilbronn

SGV-Trainer Kushtrim Lushtaku zeigte sich nach dem gelungenen Auftakt zufrieden – blieb jedoch betont bescheiden. Dass seine neu zusammengestellte Mannschaft schon früh in Form ist, überrascht ihn nicht, lässt ihn aber aufhorchen: „Man hofft natürlich auf das Beste – und die Vorbereitung war wirklich stark. Die Jungs sind hungrig, lernwillig und sehr fokussiert.“

Der Erfolg gegen Freiburg sei kein Selbstläufer gewesen: „Wir wissen, dass Freiburg nicht mit ihrer stärksten Elf gekommen ist. Trotzdem war es wichtig, hinten nichts zuzulassen. Die Null stand – und Verteidigen beginnt bei uns schon im Sturm.“

Besonders hebt Lushtaku die mannschaftliche Geschlossenheit hervor: „Jeder läuft für den anderen, jeder übernimmt Verantwortung. Das ist der Spirit, den wir brauchen.“

Allzu lange ausruhen will sich der SGV jedoch nicht. Bereits am Dienstag steht in der zweiten Runde des WfV-Pokals das Auswärtsspiel beim VfR Heilbronn an – ein Pflichttermin, den Lushtaku keinesfalls auf die leichte Schulter nimmt: „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Wir werden Heilbronn keinesfalls unterschätzen und sind voll fokussiert.“

Mit dem überzeugenden 3:0 im Rücken und einem Team, das trotz personellem Umbruch bereits erstaunlich harmoniert, reist Freiberg mit breiter Brust zum nächsten Spiel – und sendet ein erstes Signal in Richtung Liga und Pokal: Mit diesem SGV ist zu rechnen.