Silvesternacht im Kreis Ludwigsburg meist ruhig – dennoch mehrere Brände

Viele Einsätze, aber kaum Eskalation: Die Polizei in den Landkreisen Ludwigsburg und Böblingen zieht eine insgesamt ruhige Bilanz der Silvesternacht. Zwar rückten die Einsatzkräfte rund 300-mal aus – vor allem wegen Ruhestörungen, kleineren Bränden und Sachbeschädigungen. Größere Ausschreitungen blieben jedoch aus, auch wenn einzelne Feuer und beschädigte Gebäude zum Teil erheblichen Sachschaden verursachten.

   Ludwigsburg (red) – Die Polizei im Raum Ludwigsburg und Böblingen hat eine insgesamt unauffällige Silvesternacht bilanziert. Das Polizeipräsidium Ludwigsburg teilte mit, dass es zwischen dem 31. Dezember und dem 1. Januar etwa 300 Einsätze gab, von denen knapp die Hälfte einen Bezug zu Silvester hatte.

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Im Vorjahr waren es rund 130 solcher Einsätze gewesen. Die Beamten rückten überwiegend wegen Ruhestörungen, Streitigkeiten sowie kleineren Bränden und Sachbeschädigungen aus.

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In mehreren Fällen wurden mutmaßlich vorsätzlich Mülltonnen, Briefkästen und andere Gegenstände in Brand gesetzt oder mit Feuerwerkskörpern beschädigt.

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Der entstandene Sachschaden wird als nicht unerheblich eingeschätzt. Bei Kontrollen stellte die Polizei vereinzelt unerlaubt mitgeführte Schreckschusswaffen sowie nicht genehmigte Feuerwerkskörper der Kategorie F4 sicher, was zu Anzeigen führte.

Während es im Landkreis Böblingen überwiegend bei kleineren Vorfällen blieb, kam es im Landkreis Ludwigsburg zu einigen schwerwiegenderen Bränden.

So geriet in Ludwigsburg gegen 22:00 Uhr ein Mercedes in Brand, nachdem vermutlich ein Feuerwerkskörper durch ein Fenster flog. In Korntal-Münchingen mussten gegen 01:00 Uhr vier Personen nach einem Hausbrand über eine Drehleiter gerettet werden; vier leicht Verletzte wurden ambulant versorgt.

Weitere Brände auf einer Dachterrasse in Remseck und in einem unbewohnten Gebäude in Ludwigsburg verursachten Sachschäden in Höhe von schätzungsweise 5.000 und 50.000 Euro.