So nutzen wir Medien heute

Die Mediennutzung der Deutschen ist im stetigen Wandel, der Trend geht hin zu visuellen und auditiven Inhalten. Mehr als ein Drittel der Deutschen (34 Prozent) hört Podcasts. Hier gibt es jedoch große Unterschiede in der Nutzungshäufigkeit.

13 Prozent der befragten Podcast-Nutzer geben an, täglich Podcasts zu konsumieren, ein Viertel wöchentlich. Jeder fünfte Nutzer (22 Prozent) greift monatlich auf diese Form von Content zurück. Zwei von fünf Befragten (40 Prozent) konsumieren weniger häufig oder je nach Gusto Podcasts. Das zeigt die aktuelle Analyse “6 Schritte zum erfolgreichen Podcast” der internationalen Data and Analytics Group YouGov.

Am häufigsten werden Podcasts über das eigene Smartphone konsumiert, über die Hälfe (55 Prozent) der Nutzer geben an, dieses zum Hören zu verwenden. Danach folgen mit größerem Abstand der Laptop (28 Prozent), der Desktop-Computer (22 Prozent) und das Tablet (20 Prozent). Die eigenen vier Wände sind dabei mit Abstand der liebste Ort (73 Prozent), um Podcasts zu konsumieren. Die häufigste Zeit, sich den audiovisuellen Eindrücken hinzugeben, ist abends (46 Prozent).

Ralf Loweg

So steht es um die Sterbehilfe

Die Zustimmung der Deutschen zur Sterbehilfe durch Ärzte ist hoch: Immerhin 67 Prozent lehnen den geltenden Strafrechtsparagrafen 217 ab. Dieser sieht unter anderem Strafen von bis zu drei Jahren Haft vor, wenn Ärzte Patienten wiederholt bei der Selbsttötung helfen.

Über diesen Paragrafen 217 StGB entscheidet jetzt das Bundesverfassungsgericht. Das 2015 vom Bundestag beschlossene und schon damals umstrittene Gesetz verbietet die sogenannte geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung. Vor allem Ärzten ist es danach untersagt, wiederholt schwerstkranken Patienten tödlich wirkende Medikamente zur Verfügung zu stellen.

Gegen den Strafrechtsparagrafen haben unter anderem Patienten, Ärzte und Sterbehilfeorganisationen geklagt. Er verletze das verfassungsmäßig garantierte Selbstbestimmungsrecht von Menschen, so das Kernargument der Kläger, heißt es.

Die Umfrage von Report Mainz ergab außerdem: 81 Prozent der Bevölkerung befürworten ausdrücklich, dass es Ärzten erlaubt sein sollte, Schwerstkranke beim Suizid zu unterstützen. Das ist eine Zunahme gegenüber einer früheren Befragung: 2012 hatten diese Frage nur 76 Prozent bejaht.

Ralf Loweg