-3°

So schlimm ist Stress in der Schwangerschaft

Stress ist nie gesund. Doch während der Schwangerschaft ist diese Art Aufregung doppelt schlimm. Denn hat die werdende Mutter zu viel Stress, könnte das zu einer veränderten Reaktion der Gene in Nervenzellen im späteren Leben des Kindes führen. Das jedenfalls geht aus eine aktuellen Studie von internationalen Forschern unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie und der Simon Fraser Universität in Vancouver hervor.

Stress während der Schwangerschaft steht in Verbindung mit einer Reihe gesundheitlicher Problemen im späteren Leben des Kindes. Dazu gehören eine höhere Sensibilität gegenüber Stress, kognitive Defizite und eine erhöhte Anfälligkeit für psychiatrische Störungen sowie Verhaltenssaufälligkeiten. Diese könnten durch eine veränderte Funktion des Gehirns vermittelt werden.

Nun konnte ein hierfür möglicher verantwortlicher molekularer Mechanismus identifiziert werden. Stresshormone lösen eine Veränderung in einem wichtigen epigenetischen Prozess, der DNS-Methylierung aus und führen so dazu, dass Gene auch über einen längeren Zeitraum anders abgelesen werden. Denn obwohl Stresshormone notwendig für die Gehirnentwicklung des Fötus sind, hat sich eine zu große Menge davon als schädlich erwiesen.

Um die Erkenntnisse vom Labor auf den Menschen übertragen zu können, wurden zusätzlich Nabelschnurblutzellen von Neugeborenen untersucht, die während der Schwangerschaft hohem Stress der Mutter ausgesetzt waren. Es konnte beobachtet werden, dass die epigenetischen Veränderungen in den Neuronen und die, die in den Genen der gestressten Neugeborenen gefunden wurden, miteinander übereinstimmten.

Stress vor der Geburt eines Kindes scheint nicht nur die Entwicklung der Nervenzellen zu verändern, sondern auch die Reaktion auf Stress im späteren Leben, so die Forscher. Dieses Wissen gibt nicht nur Aufschluss über die möglichen Langzeiteffekte früherer Umwelteinflüsse, sondern könnte dabei helfen, Strategien für präventive Maßnahmen zu entwickeln. mp/rlo

MHP, Porsche und Munich Re gehen Unternehmenskooperation ein

Der Zuffenhausener Sportwagenproduzent Porsche, seine Management- und IT-Beratungstochter MHP und der Rückversicherer Munich Re planen ein Joint Venture. Die Partner haben einen entsprechenden Vertrag bereits unterzeichnet. Ziel des gemeinsamen Unternehmens „FlexFactory: Digital Factory Performance“ ist es, digitale und flexible Produktionskonzepte sowie innovative Software-Lösungen anzubieten, um die Produktion kleinster Volumen bei hoher Wirtschaftlichkeit zu ermöglichen.

Es ist unser Anspruch, mit digitalen, flexiblen Lösungen und technologischen Innovationen einen wesentlichen Mehrwert für unsere Kunden und die gesamte Wirtschaft zu schaffen. Durch die Bündelung der Stärken von Porsche, Munich Re und unserer tiefen Expertise für digitale Technologien erzeugen wir nun auch im Bereich kleinster Individualfertigungen bei gleichzeitig hoher Wirtschaftlichkeit genau das, sagt Dr. Ralf Hofmann, Gründer von MHP und Vorsitzender der Geschäftsführung.

„Es gibt einen großen Bedarf nach individualisierten Produkten am Markt. Die Herausforderung besteht darin, auch Kleinserien wirtschaftlich zu fertigen“, ergänzt Lutz Meschke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vorstand Finanzen und IT der Porsche AG. „Wir sehen daher großes Potenzial darin, industrieübergreifend mit Munich Re und MHP unsere Kompetenzen zu bündeln. So bringen wir Risiko-Management-Expertise mit Software-Skills und Produktions-Know-How zusammen.“

Torsten Jeworrek, Mitglied des Vorstands von Munich Re, erklärt zum Ziel des gemeinsamen Unternehmens: „Uns geht es im Joint Venture darum, Konzepte und Services innovativer Produktion als ganzheitliche Lösung zu entwickeln und als rundes, individuelles Paket anzubieten. Durch die Kombination der Kompetenzen unserer Unternehmen schaffen wir einen echten Mehrwert zum unmittelbaren strategischen Vorteil unserer Kunden.“

MHP und Munich Re beschäftigen sich seit Ende 2017 mit Lösungsansätzen rund um die flexible, digitale Produktion und die gleichzeitige Minimierung technologischer und finanzieller Risiken. Am neu gegründeten Joint Venture sind der Porsche Konzern und Munich Re mit jeweils 50 Prozent beteiligt. Die Gründung des Joint Ventures steht unter dem Vorbehalt der Fusionsfreigabe durch die zuständigen Behörden.