So schnell wird neue Technik billiger

Das schöne Gefühl, stets die neueste Technik zu besitzen, hat oftmals auch seinen Preis. Denn Elektronik-Neuheiten kommen mitunter zu einer reichlich hohen unverbindlichen Preisempfehlung der Hersteller (UVP) auf den Markt. Im Handel regulieren sich die Preise dann mit der Zeit erfahrungsgemäß nach unten. Doch wie lange müssen Käufer auf lohnenswerte Ersparnisse warten?

Dieser Frage ist das Vergleichsportal guenstiger.de nachgegangen. Es prüfte die Online-Preisentwicklung von Elektronik-Neuheiten nach ihrem Marktstart. Demnach sinkt Haushaltselektronik preislich am schnellsten. Bereits nach einem Monat kosten neue Staubsauger, Kaffeemaschinen & Co. online schon durchschnittlich 23 Prozent weniger gegenüber der Start-UVP. Nach drei Monaten sind es dann 27 Prozent und nach einem halben Jahr 29 Prozent.

Audio-Produkte sind einen Monat nach ihrem Verkaufsbeginn im Schnitt zwölf Prozent günstiger zu haben als ihre unverbindliche Preisempfehlung. Nach drei Monaten sind sie um 21 Prozent reduziert und nach einem halben Jahr werden Kopfhörer, Soundbars und Co. ganze 31 Prozent preiswerter angeboten als zum Marktstart.

Smartphones fallen einen Monat nach ihrer Veröffentlichung um durchschnittlich zehn Prozent im Preis. Im dritten Monat sparen Käufer verglichen mit dem Einführungspreis des Herstellers 22 Prozent. Wer ein halbes Jahr mit der Anschaffung einer Handy-Neuheit wartet, der kann eine Ersparnis von durchschnittlich 25 Prozent erwarten.

TV-Geräte verhalten sich laut guenstiger.de im ersten Monat preisstabil. Drei Monate nach dem Verkaufsstart sind dann Ersparnisse von durchschnittlich elf Prozent gegenüber der Start-UVP möglich. Nach sechs Monaten werden Fernseher im Schnitt 22 Prozent preiswerter angeboten.

Im Bereich Notebooks & Tablets fallen die Preise verglichen mit den anderen Kategorien eher zögerlich. Während nach einem Monat die Geräte im Schnitt sechs Prozent weniger kosten, sind es nach drei Monaten acht Prozent. Wer ein halbes Jahr wartet, kann durchschnittlich zwölf Prozent sparen – deutlich weniger, als in den anderen Technik-Bereichen.

Laut Analyse sind nach einem Jahr im Onlinehandel die größtmöglichen Ersparnisse mit durchschnittlich 38 Prozent im Audio-Bereich zu finden, gefolgt von Smartphones und Haushaltselektronik mit jeweils 30 Prozent. Fernseher fallen nach zwölf Monaten im Schnitt um 29 Prozent. Bei Tablets und Notebooks kann man durchschnittlich 23 Prozent gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung zum jeweiligen Marktstart sparen.

Rudolf Hube / GLP

Alte Smartphones zu schade für die Schublade

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Anstatt ausgediente Handys in Schubladen schlummern zu lassen, sollte man sie spenden, damit sie wiederverwendet oder recycelt werden können. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) startet jetzt gemeinsam mit den Ministerien für Umwelt- und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg eine Sammlung für alte Handys und Smartphones. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ministerien können bis Ende des Jahres alte Geräte für eine Wiederverwendung oder ein umweltfreundliches Recycling in Sammelboxen innerhalb der Dienstgebäude abgeben.

Durch die gemeinsame Aktion wollen der Umweltverband und die Brandenburger Ministerien auf das Problem immer größer werdender Elektroschrottberge aufmerksam machen und ein Zeichen für die Wiederverwendung, eine längere Nutzung und das Recycling gebrauchter Elektrogeräte setzen. „Handys sind zu einem Symbol unserer Wegwerfgesellschaft geworden. Jedes Jahr werden rund 24 Millionen neue Geräte verkauft. Meist werden sie nur zwei bis drei Jahre genutzt und verschwinden dann in der Schublade oder oftmals im Hausmüll, obwohl sie noch funktionsfähig sind. Dieser Umgang mit Ressourcen ist nicht nachhaltig und belastet zudem unser Klima“, sagt die DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz.

„Bis zu 20 Prozent aller gesammelten Alt-Mobiltelefone können repariert, wieder nutzbar gemacht oder zumindest als Ersatzteilspender für andere Geräte verwendet werden. Der Nutzen für die Umwelt ist enorm: Schon die Aufbereitung eines einzelnen Smartphones spart 14 Kilogramm an Ressourcen und 58 Kilogramm an Treibhausgasemissionen ein, die für die Herstellung eines neuen Gerätes notwendig wären“, betont die Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg Anna Heyer-Stuffer.

Über die Sammlung „Handys für die Umwelt“ erfasste Geräte werden einzeln geprüft, ob sie sich noch reparieren und für eine weitere Nutzung aufbereiten lassen. Persönliche Daten werden dabei professionell und vollständig gelöscht. Sind Geräte nicht für eine Wiederverwendung geeignet, werden enthaltene Rohstoffe durch einen zertifizierten Recycler zurückgewonnen und Schadstoffe umweltgerecht behandelt. Mit den Erlösen der Handysammlung werden Umweltschutzprojekte in Deutschland unterstützt. Seit 2003 setzt sich die DUH für den bewussten und umweltfreundlichen Umgang mit Mobiltelefonen ein und konnte mit ihren Partnern bis heute über drei Millionen ausgediente Handys sammeln.

Solveig Grewe / glp