
Strom aus erneuerbaren Energien steht nicht immer dann zur Verfügung, wenn er gebraucht wird. Die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim bauen deshalb ihr Speichernetz aus. In der Reuteallee entsteht die zweite Batterieanlage der SWLB.
Von der Redaktion (ag) – 18.59 Uhr
Ludwigsburg. In der Reuteallee 50 soll ein Batteriespeicher mit einer Leistung von drei Megawatt und einer Kapazität von zehn Megawattstunden entstehen. Wie die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim mitteilen, soll die Anlage spätestens im zweiten Quartal 2027 in Betrieb gehen.
Der Speicher basiert auf Lithium-Ionen-Technologie. Er soll überschüssigen Strom aufnehmen und bei Bedarf wieder in das Netz abgeben. Dadurch soll das Energiesystem flexibler werden, wenn die Stromerzeugung aus Sonne und anderen erneuerbaren Quellen schwankt.
SWLB setzt auf mehrere kleinere Speicher
Anders als Betreiber, die einzelne große Anlagen errichten, verfolgt die SWLB nach eigenen Angaben eine dezentrale Strategie. Geplant ist ein Netz aus mehreren kleineren Speichern an unterschiedlichen Standorten.
„Während viele Marktteilnehmer auf einzelne Großspeicher setzen, verfolgen wir bewusst einen dezentralen Ansatz“, erklärt SWLB-Geschäftsführer Christian Schneider. Mit jeder neuen Anlage wachse die Möglichkeit, die regionale Energiewende vor Ort zu unterstützen.
Der neue Speicher in der Reuteallee ist die zweite Anlage des Unternehmens. Ein erster Batteriespeicher mit einer Leistung von 1,3 Megawatt entsteht derzeit auf dem Gelände des Ludwigsburger Holzheizkraftwerks und soll demnächst fertiggestellt werden.
Weitere Standorte bereits in Planung
Bei den beiden Anlagen soll es nicht bleiben. Nach Angaben der SWLB befinden sich weitere Speicherprojekte bereits in Planung.
Die Stadtwerke reagieren damit unter anderem auf den wachsenden Strombedarf durch Elektromobilität, Wärmepumpen, Solaranlagen, Rechenzentren und Klimatisierung. Speicher können dazu beitragen, Erzeugung und Verbrauch zeitlich besser aufeinander abzustimmen und Belastungsspitzen im Netz abzufangen.
Die Planung der Anlage übernimmt die Planungsgruppe Schnepf aus Nagold. Sie ist nach Angaben der SWLB auch für Anforderungen an die Cybersicherheit und die technischen Schnittstellen verantwortlich.


