So wird Facebook zur Nutzerfalle

Viele Apps und Webseiten übermitteln Nutzerdaten an Facebook. Das Netzwerk beobachtet und analysiert, was Nutzer außerhalb von Facebook tun: Wonach sie suchen, welche Artikel sie lesen, wo sie einkaufen, welche Kontakte sie pflegen oder welche Apps sie nutzen.

Möglich ist das durch verschiedene Schnittstellen und Funktionen, die Facebook den Webseiten-Betreibern und Entwicklern zur Verfügung stellt. Viele Apps nutzen zum Beispiel sogenannte Software Development Kits (SDKs) von Facebook. Auf zahllosen Webseiten sind “Gefällt mir”-Buttons oder unsichtbare Tracking-Pixel eingebaut. Diese Grafiken übermitteln Daten an Facebook, ohne dass Nutzer etwas davon mitbekommen.

Das Bundeskartellamt macht sich Sorgen, dass Facebook zur Nutzerfalle wird und Partnern seine Regeln aufzwingt. Schon heute können Facebook-Mitglieder nicht einfach zu einem anderen, vergleichbaren Anbieter wechseln, wenn ihnen etwas nicht passt – es gibt nämlich keinen. Facebook müsse das bei seinem Geschäftsmodell berücksichtigen, meint das Kartellamt.

Facebook hat in Deutschland rund 30 Millionen aktive Nutzer. Knapp 23 Millionen verwenden die Plattform sogar täglich. Hinzu kommen die konzerneigenen Dienste WhatsApp und Instagram, die Facebook künftig noch enger verschmelzen will.

Jetzt droht das Bundeskartellamt, Reichweite und Einfluss des Netzwerks durch sogenannte Drittanbieter zu begrenzen. Facebook hält es allerdings für unzulässig, dass Kartellrecht und Datenschutzbestimmungen miteinander vermischt werden. “Wir werden diese Position auch weiterhin verteidigen”, sagt eine Facebook-Sprecherin auf Nachfrage von t-online.de. cid/rlo

Exhibitionist in Heimerdingen belästigt mehrere Frauen

Ditzingen, Heimerdingen: 35-Jähriger belästigt mehrere Frauen

Gleich mehrere Frauen wurden am Donnerstag in Heimerdingen von einem 35-Jährigen belästigt, unter anderem auch sexuell. Der Mann konnte im Rahmen einer polizeilichen Fahndung gefasst werden. Er hatte gegen 12:15 Uhr an einem Wohnhaus im Ortskern geklingelt und einer 55-jährigen Bewohnerin einen Notizzettel vorgehalten, mit dem er um Geld oder bezahlte Gartenarbeit bat. Während die Frau Bargeld holte, betrat er den Eingangsbereich der Wohnung. Nach der Übergabe bedankte er sich überschwänglich und bat zudem noch um Wasser. Da dies in Griffweite stand, wurde ihm auch diese Bitte gewährt. Der Mann umarmte die 55-Jährige und wollte sie auf den Mund küssen. Die bedrängte Frau schob den aufdringlichen Kerl von sich und forderte ihn auf zu gehen. Daraufhin öffnete er den Reißverschluss seiner Hose und zeigte sich in unsittlicher Weise, bis es der 55-Jährigen gelang, ihn aus der Tür zu drängen und diese zu schließen. Sie informierte die Polizei, die den Verdächtigen gegen 13:30 Uhr an der Kreuzung Hemminger und Feuerbacher Straße ausmachen konnte. Die Beamten nahmen ihn vorläufig fest. Auf Weisung der Staatsanwaltschaft wurde er nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß entlassen. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich zudem heraus, dass er bei mindestens zwei weiteren Anwohnerinnen ebenfalls geklingelt und mit der gleichen Masche versucht hatte, zum Zug zu kommen.