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Sparen mit der Kreditkarte

Vor allem im Urlaub leisten Kreditkarten wertvolle Dienste. Eine aktuelle Verivox-Auswertung zeigt: Mit einer kostenfreien Kreditkarte sparen Urlauber im Vergleich zur Standard-Karte der Hausbank bis zu 76 Euro.

Die meisten Banken berechnen ihren Kunden für die Kreditkarte jedes Jahr eine Gebühr. Wer mit der Karte Geld abheben oder im Ausland bezahlen will, muss mit weiteren Kosten rechnen. Die Verivox-Auswertung zeigt, dass es auch anders geht. Das Vergleichsportal hat neun Kreditkarten recherchiert, die ohne Jahresgebühren und weitere Kosten fürs Bezahlen und Geld abheben auskommen. Keine dieser Karten ist an ein Girokonto bei einer bestimmten Bank gekoppelt. Verbraucher können also ihr bestehendes Konto für die Abrechnung der Umsätze hinterlegen.

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Zum Vergleich hat Verivox die Preisverzeichnisse von je fünf großen überregionalen Filialbanken, Sparkassen und genossenschaftlichen Kreditinstituten ausgewertet: Für eine Standard-Kreditkarte verlangen die Institute 25 bis 40 Euro Jahresgebühr – im Durchschnitt 32,06 Euro. Wer die Karte im Urlaub verwendet, zahlt noch mehr: Für jede Barabhebung verlangen die Banken laut Stichprobe eine Mindestgebühr von 2,75 bis 7,50 Euro. Außerhalb der Eurozone kommen oft noch bis zu 2,5 Prozent Fremdwährungsgebühren hinzu. Diese Gebühr wird in Nicht-Euro-Ländern auch bei jedem Bezahlvorgang fällig.

Wer am ungarischen Balaton oder an der bulgarischen Schwarzmeerküste Urlaub macht und dort zwei Mal 200 Euro mit der Kreditkarte abhebt, zahlt dafür 5 bis 22,20 Euro. Zusätzliche Kartenzahlungen in Höhe von insgesamt 400 Euro schlagen mit 5 bis 15,40 Euro zu Buche. Zusammen mit der Jahresgebühr summieren sich die Kosten bei den Banken in der Verivox-Stichprobe auf 35 bis 76,40 Euro. Bei den günstigsten Gratis-Kreditkarten fallen überhaupt keine Kosten an.

Ralf Loweg

Konjunkturaussichten hellen sich auf

Die Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen. Die Finanzexperten werden trotz Corona-Krise zunehmend optimistisch. Ein Grund dafür: Mit 71,5 Punkten ist der ZEW-Index gegenüber dem Wert des Vormonats von 59,3 Punkten deutlich geklettert. Eine große Überraschung für viele Beobachter, die Prognose hatte eher auf einen leichten Rückgang vom Niveau des Monats Juli hingedeutet.

Das ZEW befragt monatlich rund 200 Analysten und institutionelle Anleger zu ihrer Einschätzung zur gegenwärtigen Wirtschaftslage und zur erwarteten Entwicklung. “Die Hoffnung auf eine schnelle Konjunkturbelebung ist wieder größter geworden”, sagt ZEW-Präsident Achim Wambach. Die befragten Experten gingen von einer breiten Erholung vor allem der binnenwirtschaftlichen Sektoren aus. Sehr schwache Ertragserwartungen für die Banken- und Versicherungsbranche mahnten aber zur Vorsicht.

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Die Umfrage-Ergebnisse weisen laut den Volkswirten der Helaba auf das “Erholungspotenzial der Wirtschaft im dritten Quartal hin. Die Indikation für das kommende Ifo-Geschäftsklima Deutschland ist ebenfalls freundlich, berichtet “tagesschau.de”

Ralf Loweg