Spaziergang statt Sitzung: Ludwigsburg testet neue Formen der Bürgerbeteiligung

Weg von starren Sitzungen, hin zum direkten Austausch: Ludwigsburg testet neue Formen der Bürgerbeteiligung. Spaziergänge und Stammtische sollen den Dialog in den Stadtteilen stärken.

Von der Redaktion – 08.11 Uhr

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Ludwigsburg. Die Stadt Ludwigsburg will die Bürgerbeteiligung in den Stadtteilen neu ausrichten und setzt dabei auf alternative Formate statt klassischer Sitzungen.

Wie die Stadt mitteilt, wird die bisher übliche Frühjahrssitzung der Stadtteilausschüsse künftig teilweise durch andere Beteiligungsformen ersetzt. Dazu zählen unter anderem Stadtteilspaziergänge, Stammtische oder themenspezifische Begehungen.

Den Auftakt macht ein Stadtteilspaziergang in Hoheneck: Am Dienstag, 14. April, können Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Baubürgermeisterin Andrea Schwarz und dem Stadtteilausschuss verschiedene Bereiche im Stadtteil begehen. Treffpunkt ist um 17 Uhr am Parkplatz Kugelberg.

Einen Tag später, am Mittwoch, 15. April, ist Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht in Grünbühl-Sonnenberg vor Ort. Dort ist ein Stammtisch im Vereinsheim des TSV Grünbühl geplant, bei dem aktuelle Themen diskutiert werden sollen.

Neue Formate statt fester Sitzungen

Hintergrund ist eine Neuausrichtung der Stadtteilarbeit. Nach Angaben der Stadt sollen die neuen Formate flexibler sein und sich stärker an den konkreten Themen vor Ort orientieren.

Das Konzept wurde gemeinsam mit den Stadtteilausschüssen erarbeitet und Ende 2025 vom Gemeinderat beschlossen. Die Umsetzung erfolgt nun zunächst im Rahmen einer Testphase.

Je nach Stadtteil fällt die Ausgestaltung unterschiedlich aus. Während in Hoheneck und Grünbühl-Sonnenberg öffentliche Formate geplant sind, setzen andere Ausschüsse auf interne Treffen – etwa in der Innenstadt oder in Pflugfelden.

Ob die neuen Beteiligungsformen langfristig die klassischen Sitzungen ersetzen, bleibt zunächst offen.

Weitere Informationen stellt die Stadt über ihr Bürgerinformationsportal bereit.