Spionage-Software: Der Feind sitzt in der SMS

Dass Trojaner per Mail verschickt werden, ist hinlänglich bekannt. Doch Vorsicht: Eine derzeit akut grassierende Schadsoftware kommt per SMS. Das Ganze nennt sich dann „Smishing“ (aus SMS und Phishing). Gerade in Corona-Zeiten, in denen der Online-Handel boomt, gibt es bei diesen Attacken reichlich Opfer.

Denn in der SMS werden die Empfänger darauf hingewiesen, dass ihr Paket oder Geschenk verschickt wurde und sie die Sendung per Link überprüfen und bestätigen sollen. Doch ARAG-Experten warnen: Mit dem Klick auf den Link wird die gefährliche Schadsoftware FluBot auf dem Handy installiert. Sie kann dann auf alle persönlichen Daten zugreifen.

ANZEIGE

So können etwa teure SMS in die ganze Welt verschickt werden, ohne dass der Nutzer etwas davon bemerkt. Zudem hat es der Schädling auf Daten abgesehen, die bei Banking-Apps eingegeben werden. Laut Polizei sind vor allem Nutzer von Android-Handys betroffen.

Wer bereits auf den Link geklickt hat, sollte in Form von Screenshots möglichst viele Beweise sammeln und mit dem Smartphone möglichst schnell zur nächsten Polizeidienststelle gehen, um Anzeige zu erstatten. Erst anschließend sollten Betroffene die SMS löschen, die Rufnummer des Absenders blockieren und eine Drittanbietersperre beim Mobilfunkanbieter einrichten, um teure Folgekosten zu vermeiden.

Als letzten Schritt empfehlen die Experten, alle persönlichen Daten in der Cloud oder auf einer Speicherkarte zu sichern und im abgesicherten Modus nach unbekannten und nicht selbst installierten Apps zu suchen und diese zu entfernen. Danach muss das Handy allerdings neu gestartet oder gar zurückgesetzt werden.

Rudolf Huber / glp

Update zu Tötungsdelikt: Mutter tötet ihre zwei Kinder und begeht Suizid

Noch ungeklärt sind die näheren Umstände eines mutmaßlichen zweifachen Tötungsdelikts mit anschließendem Suizid, das sich am Dienstag in Vaihingen an der Enz zugetragen hat.

Gegen 11:00 Uhr wurde eine Polizeistreife von einer Joggerin informiert, nachdem sie neben der Holzgartenstraße an der Enz mehrere Kleidungsstücke, abgestellte Schuhe und einen Rucksack mit den Ausweispapieren einer 28-jährigen Frau und ihrer beiden drei und sieben Jahre alten Kinder aufgefunden hatte. Die Polizei leitete daraufhin umgehend eine groß angelegte Suchaktion ein, die von einem Polizeihubschrauber sowie von Einsatzkräften der Feuerwehr Vaihingen/Enz, des DRK und der DLRG unterstützt wurde. Im Verlauf der Suche konnten die Frau und ihre beiden drei und sieben Jahre alten Töchter nur noch tot aus der Enz geborgen werden. Die eritreische Familie mit anerkanntem Flüchtlingsstatus war bisher in einer städtischen Unterkunft in Vaihingen/Enz untergebracht. Der Nachzug des Vaters hatte sich zuletzt aufgrund der Pandemie verzögert.

Die Kriminalpolizei Ludwigsburg hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Bislang haben sich keine Hinweise auf eine mögliche Einwirkung Dritter ergeben.

ANZEIGE

 

red