Staatsanwaltschaft lässt Mutter des getöteten Babys festnehmen

Im Fall des tot aufgefundenen drei Monate alten Säuglings aus Renningen gibt es eine dramatische Wende. Nach neuen Erkenntnissen der Gerichtsmedizin steht die 32 Jahre alte Mutter im Verdacht, ihren Sohn getötet zu haben. Gegen sie wurde Haftbefehl wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts erlassen.

Von der Redaktion – 18.24 Uhr

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Renningen. Im Fall des tot aufgefundenen drei Monate alten Säuglings gibt es eine entscheidende Wende. Die Mutter des Kindes sitzt inzwischen wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts in Untersuchungshaft.

Nach Angaben von Staatsanwaltschaft Stuttgart und Polizeipräsidium Ludwigsburg wurde die 32-Jährige am Freitagmorgen von der Kriminalpolizei vorläufig festgenommen. Grundlage seien neue Erkenntnisse aus der gerichtsmedizinischen Untersuchung. Demnach besteht inzwischen der Verdacht, dass die Frau ihren drei Monate alten Sohn getötet haben soll.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart wurde die deutsche Tatverdächtige noch am Freitag einem Haftrichter am Amtsgericht Stuttgart vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts, setzte ihn in Vollzug und wies die 32-Jährige in eine Justizvollzugsanstalt ein.

Der Fall hatte in der vergangenen Woche einen groß angelegten Polizeieinsatz ausgelöst. Nachdem die Mutter zunächst das Verschwinden ihres Kindes gemeldet hatte, fanden Einsatzkräfte später die Leiche des Säuglings am Rankbach in Renningen. Ein DNA-Abgleich bestätigte anschließend zweifelsfrei die Identität des Kindes. Zunächst war gegen die Mutter wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat ermittelt worden. Nach den neuen gerichtsmedizinischen Erkenntnissen richtet sich der Verdacht nun auf ein Tötungsdelikt.

Die Ermittlungen der eigens eingerichteten Ermittlungsgruppe „Wagen“ dauern an.

Verwendete Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg / Staatsanwaltschaft Stuttgart