Stadt Ludwigsburg verbietet Auto-Poser- und Tuning-Treffen

Von Lea Brandt – 10.34 Uhr

Ludwigsburg verbietet Auto-Poser- und Tuning-Treffen

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Ludwigsburg. Die Stadt Ludwigsburg zieht die Notbremse gegen große Auto-Poser- und Tuning-Treffen. Per Allgemeinverfügung untersagt sie entsprechende Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet. Besonders im Blick steht dabei das Umfeld des Breuningerlands, wo es zuletzt zu massiven Ansammlungen der Szene gekommen war.

Nach Angaben der Stadt waren bei jüngsten Treffen bis zu 850 Fahrzeuge und rund 2.000 Menschen beteiligt. Die Folgen waren erhebliche Lärmbelästigungen für Anwohnerinnen und Anwohner, lange Rückstaus sowie massive Verkehrsbehinderungen für den ÖPNV und andere Verkehrsteilnehmende.

Die Verfügung tritt am Freitag, 22. Mai, in Kraft und gilt bis einschließlich 1. November 2026.

Stadt will Szene-Treffs verhindern

„Mit der Allgemeinverfügung handeln wir nun frühzeitig und konsequent im Hinblick auf diese kritische Entwicklung“, betont Oberbürgermeister Matthias Knecht. „Wir wollen verhindern, dass sich gefährliche und höchst problematische Szenetreffs in Ludwigsburg etablieren. Die Sicherheit im Straßenverkehr sowie der Schutz der anderen Verkehrsteilnehmenden und der Anwohnenden stehen für uns an oberster Stelle.“

Untersagt sind nicht nur klassische Auto-Poser- und Tuning-Treffen, sondern auch ähnliche Veranstaltungen ohne Genehmigung, wenn öffentliche Straßen, Parkplätze, Parkhäuser oder andere Verkehrsflächen über das normale Maß hinaus genutzt werden und dadurch Sicherheit, Ordnung oder der Gemeingebrauch beeinträchtigt werden.

Burnouts, Drifts und Motorenlärm im Fokus

Die Allgemeinverfügung richtet sich auch gegen typische Verhaltensweisen der Szene. Dazu gehören Burnouts, Drifts, vermeidbarer Motorenlärm sowie die gezielte Nutzung von Straßen und Parkflächen als sogenannte Schaustrecken.

Die Stadt stimmt sich nach eigenen Angaben eng mit der Polizei und dem Breuningerland ab. Auch die Nachbarkommune Tamm wurde über die Maßnahme informiert.